Von wegen Sommerpause

Samstagmorgen, 11 Uhr. Eigentlich sollten die heimischen Nachwuchs-Fußballer gerade in der Sommerpause sein (von Feldstadtmeisterschaften und Spielen um den Aufstieg einmal abgesehen). Doch an Urlaub dachten Hans-Jürgen Körber und sein Team zuletzt nicht. Sie organisierten einen Tag des Schulfußballs auf der Anlage von Adler Ellinghorst, luden das DFB-Mobil zur Unterstützung ein und versorgten sowohl Spieler als auch Trainer mit wichtigen Tipps.

Das Asche-Areal im Kröger Park an der Ellinghorster Straße glich einem großen Kirmesplatz. Ein Parcours mit vielen Stationen - Dribbelaufgaben, Zielschießen und Ballkontrolle – wartete auf junge Kicker. Sowohl das DFB-McDonalds-Fußballabzeichen konnte sich der Nachwuchs erspielen, wie auch ein erstes Schnupperabzeichen. Wobei diese Auszeichnungen die Kids zunächst nur am Rande interessierten. Schließlich rollte der Ball. Die Leibchen wurden schnell verteilt und ab ging es auf Torejagd.

30 Kids nehmen teil

„Es spielen einfach super viele Kinder Fußball. Eine extreme Bandbreite finden wir vor und entsprechend gilt es, die Kids bestmöglich zu fördern und die Trainer über die neusten Entwicklungen zu informieren“, erklärte Sportwissenschaftler Ricardo Böck (26). Als Mitarbeiter des DFB-Mobils gab er in Ellinghorst den Trainern Anregungen und absolvierte Übungen mit dem Nachwuchs. „Die Dribbel-Übungen sind super“, rief Miguel Torres Gonzales (9) begeistert.

Trainer-Tipps holte sich beispielsweise der Ellinghorster-Juniorencoach Arnold Misczuk (29). Jüngst legte er erfolgreich die Prüfung zur C-Lizenz ab und übernimmt jetzt gleich mehrere Jugendmannschaften bei Adler Ellinghorst. „Die Kommunikation ist besonders wichtig“, betonte Misczuk, der sich für die Zukunft einiges vorgenommen hat. Der junge Coach sagte weiter: „Ganz egal, welcher Verein im Nachwuchsbereich arbeitet: Kinder erfassen beim Fußball Teamarbeit und werden gefördert. Ein Team ist ein Team, was dies bedeutet, lernt der Nachwuchs hier.“

Organisator Hans-Jürgen Körber, der auch die Fußball-Arbeitsgemeinschaften in der Wilhelmschule an der Außenstelle Weuster Weg leitet, sah nach dem Tag des Schulfußballs noch Verbesserungspotenzial. Ein wenig mehr Zuspruch hätte der Gladbecker sich gewünscht. 30 Mädchen und Jungen nahmen teil, mehr als 15 ehrenamtliche Helfer waren im Einsatz. „Auch wenn der Auftakt ein Erfolg war, fragen wir uns natürlich, was wir zukünftig besser machen können“, sagte Körber. Und weiter: „Wir werden demnächst mehr Werbung machen und noch enger mit den verschiedenen Schulen zusammenarbeiten.“ Ein erster Anfang: Mit mehreren Schulleitern steht Körber für das nächste Jahr schon in Kontakt.