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VfL sinnt auf Revanche

10.02.2012 | 15:13 Uhr
VfL sinnt auf Revanche
Für geballte Offensivpower steht beim VfL Gladbeck unter anderem Michael Kintrup. Der Rückraumrechte erzielte im bisherigen Saisonverlauf 103 Treffer. Foto: Olaf Fuhrmann / WAZ FotoPool

Gladbeck.   In der Handball-Oberliga empfängt Spitzenreiter VfL Gladbeck den Tabellenneunten Tus 97 Bielefeld-Jöllenbeck. Die Gastgeber wollen sich für die im Hinspiel erlittene 19:29-Packung revanchieren.

Am 20. Spieltag der Handball-Oberliga empfängt Tabellenführer VfL Gladbeck den TuS 97 Bielefeld-Jöllenbeck (Sa., 11. Februar, 19.30 Uhr, Riesener Halle). Die Rot-Weißen möchten den Vier-Punkte-Vorsprung vor Verfolger TuS Spenge wahren.

Wenn Holger Krimphove, der Trainer des VfL, auf das Hinspiel gegen Jöllenbeck angesprochen wird, verfinstert sich sofort seine Miene. Kein Wunder, der Mann verliert nicht gerne. Und in Bielefeld kassierte seine Mannschaft im Oktober des vergangenen Jahres eine überaus schmerzhafte Niederlage. 19:29 hieß es nach den 60 Minuten. „Das“, sagt Krimphove, „war mit Abstand unsere schlechteste Saisonleistung. Wir haben uns ziemlich verprügeln lassen.“

Nach der Partie in Jöllenbeck hatte der VfL 4:6-Punkte auf dem Konto, im Forum der westfälischen Handball-Oberliga meldeten sich seinerzeit sogar Zeitgenossen, die den Gladbeckern Abstiegskampf prognostizierten. An der Schützenstraße aber blieb es ruhig, Krimphove bat seine Mannschaft zu einem sachlichen Meinungsaustausch. Die „Gesprächstherapie“ zeigte Wirkung, 13 Spieltage und 26:0-Punkte später führt der VfL die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Spenge an, das sich gleichfalls einen Fehlstart geleistet hatte.

Eines braucht Holger Krimphove vor der Partie mit Jöllenbeck sicherlich nicht: sein Teams auf diese Partie besonders einzuschwören. „Die Jungs“, sagt der Trainer, „brennen auf Wiedergutmachung.“ Die Ausgangslage ist also ähnlich wie vor einer Woche, als sich der VfL bei der Zweitvertretung des ASV Hamm für die in der Hinrunde erlittene Niederlage revanchieren wollte. Der Ausgang ist bekannt, die Rot-Weißen setzten sich im Schatten der Maxipark-Arena dank einer konzentrierten Leistung mit 35:22 durch.

Unterschätzen werden die Gladbecker den Gast nicht, obwohl dieser im Saisonverlauf auswärts noch nicht allzu erfolgreich aufgetreten ist und infolge dieser Schwäche in der Fremde mit 17:19-Punkten momentan Rang neun belegt.

„Jöllenbeck“, betont Krimphove, „ist viel stärker als es der Tabellenplatz ausdrückt.“ Der Gast, so der VfL-Trainer weiter, spiele mit einer „sehr aktiven Deckung“ und versuche, aus ihr einen Konter nach dem anderen zu laufen. Im Hinspiel funktionierte das vorzüglich, die Gladbecker vergaben zahllose Chancen und kassierten, weil das Team auch keine gute Rückzugsphase an den Tag legte, Gegenstoßtor um Gegenstoßtor.

Mit welchem Aufgebot Holger Krimphove planen kann, entscheidet sich kurzfristig. Unter der Woche meldeten sich viele Spieler erkältet ab, die Trainingseinheit am Mittwoch musste deshalb sogar ausfallen. „Mehr als die Hälfte der Jungs war krank“, so der VfL-Trainer, der vor allem um Rechtsaußen Sascha Rauschel und um Linksaußen Jonas Dommann bangt.

Thomas Dieckhoff

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