VfL Grafenwald schaut nach oben

Vor Jahresfrist stand der VfL Grafenwald als Aufsteiger nach der Hinrunde auf einem bemerkenswerten sechsten Platz, doch in einigen Spielen der Rückrunde fehlte das letzte Quäntchen Entschlossenheit. In der Gesamtrechnung bedeutete das Rang acht. In diesem Jahr wollen die Grafenwälder die Aufmerksamkeit durchgängig hochhalten.

Die Ausgangslage: Im ersten Spiel der Rückrunde ist dies bereits gelungen; 3:1 gewann der VfL bei Eintracht Erle und überwintert auf dem fünften Tabellenplatz, ist auf Tuchfühlung mit dem BV Rentfort, der drei Punkte Vorsprung hat. Die Grafenwälder können ihren Blick auf die vorderen Plätze richten. Mit einer Ausnahme: Der Spitzenreiter Erler SV 08 ist mit 17 Zählern Distanz ebenso weit entfernt wie das Schlusslicht YEG Hassel II.

Junges Team

Die Mannschaft: Der VfL verfügt über ein sehr junges Team und einen großen Kader. Der Teamgedanke steht im Vordergrund. Insgesamt vier Mannschaften spielen am Sensenfeld, nachdem die A-Jugend der letzten Saison quasi im Verbund zu den Senioren wechselte. Dieses Potenzial will der VfL für seine erste Mannschaft nutzen. Marc Baßenhoff schaffte direkt den Sprung in den Kreisliga A-Kader, im letzten Spiel vor der Winterpause hatte Frederic Malcherek aus der aktuellen A-Jugend sein Debüt.

Die Stärken: Die Integration von neuen Spielern - seien es Neuzugänge aus anderen Vereinen, hier nennt Trainer Sven Koutcky Tim Nowak vom SV Zweckel als Paradebeispiel, oder der eigene Nachwuchs - verläuft reibungslos. Trainingsbeteiligung und -engagement der Spieler sind nichts weniger als vorbildlich.

Die Schwächen: Nach einer „chaotischen“ Sommervorbereitung war für die Wöller der Faktor Fitness weniger ausschlaggebend als erhofft. Hier soll nachgebessert werden. Koutcky strebt zudem eine Verbesserung im Spielaufbau an. Er will sich nicht allein darauf verlassen, dass die schnellen Stürmer lang geschlagene Pässe verwerten können - zumal es in der Offensive eine Alternative weniger gibt:v Marcel Ofiera kehrte zum SV Zweckel zurück.

Das sagt der Trainer: „Unser Ziel ist es, eine bessere Saison als letztes Jahr zu spielen. Wir dürfen jetzt nicht den Fehler des letzten Jahres machen und uns eine schwache Rückrunde leisten. Eine Platzierung zwischen zwei und sechs ist drin. Meine Highlights bisher waren die Derbys, das Unentschieden gegen starke Kirchhellener und vor allem der Sieg in Rentfort.“

Die Prognose: Das Heimspiel gegen den Vorletzten zum Auftakt ist eine trügerisch leichte Aufgabe. Im dritten und vierten Spiel warten die Ortsnachbarn Kirchhellen bzw. Rentfort. Sammelt der VfL Grafenwald in diesen Begegnungen reichlich Punkte, ist Platz vier machbar.