VfL Gladbeck punktet im Kampf um den Klassenerhalt

Nicht zu stoppen war im Spiel gegen Wiesbaden VfL-Torjäger Max Krönung. Der Rückraumlinke steuerte zum 36:33-Erfolg der Gladbecker über das Tabellenschlusslicht aus Hessen nicht weniger als 13 Treffer bei.
Nicht zu stoppen war im Spiel gegen Wiesbaden VfL-Torjäger Max Krönung. Der Rückraumlinke steuerte zum 36:33-Erfolg der Gladbecker über das Tabellenschlusslicht aus Hessen nicht weniger als 13 Treffer bei.
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Was wir bereits wissen
In der Dritten Handball-Liga verschaffte sich der VfL Gladbeck durch einen 36:33 (18:15)-Erfolg über die HSG Wiesbaden etwas Luft im Abstiegskampf.

Gladbeck..  Der VfL Gladbeck feierte in der Dritten Handball-Liga einen eminent wichtigen Sieg. Nach dem 36:33 (18:15) über Schlusslicht HSG Wiesbaden haben die Rot-Weißen nun wieder fünf Punkte Vorsprung vor dem ersten Abstiegsplatz.

VfL Gladbeck - HSG Wiesbaden 36:33 (18:15).

VfL Gladbeck: T. Deffte – Krings (5/2), Sankalla (2), Kunze (4), Krönung (13), Mollenhauer (4), Bach (4), Leibner (2), Kryzun, Dreiszis (2).

Spielfilm: 3:1 (4.), 4:4 (7.), 7:5 (10.), 9:6 (12.), 11:7 (18.), 14:8 (21.), 17:12 (25.), 18:15 (29.), 21:15 (35.), 22:19 (39.), 26:20 (43.), 27:23 (45.), 32:23 (51.), 35:26 (56.), 36:31 (59.), 36:33 (60.).

Etwas Luft im Abstiegskampf der Dritten Handball-Liga verschaffte sich der VfL Gladbeck. Während die Rot-Weißen in der Riesener-Halle Schlusslicht HSG Wiesbaden mit 36:33 bezwangen, kassierten die Löwen Duisburg im zweiten Kellerduell des Spieltags bei der SG Ratingen eine 22:26-Niederlage. Damit beträgt der Vorsprung der Gladbecker vor dem ersten Abstiegsplatz nun wieder fünf Punkte.

Sebastian Dreiszis atmete nach der Begegnung mit dem Tabellenletzten erst einmal ganz tief durch. „Zum Schluss“, sagte der Kreisläufer des VfL, „haben wir es noch einmal unnötig spannend gemacht.“ Stimmt! Als Björn Sankalla in der 56. Minute das 35:26 für die Gastgeber erzielte, schien die Partie längst entschieden. Das dachten jedenfalls die Gladbecker, die nun kollektiv abschalteten. Pässe kamen plötzlich nicht mehr an, das Team erlaubte sich zudem ein paar technische Fehler und – in Person von Linksaußen Florian Bach – ein vermeintliches Stürmerfoul. Wiesbaden kam noch einmal heran – bis die Zeit abgelaufen war und der VfL mit 36:33 gewonnen hatte. Der Rest war Erleichterung pur.

„Ein bisschen zu früh“, sagte der Gladbecker Trainer Sven Deffte, „hat es in unseren Köpfen klick gemacht.“ Was er auf den ungemeinen Druck zurückführte, der nach 1:7-Punkten in der Rückrunde auf dem VfL lastete. Wie groß dieser war, beweist eine Aussage von Svens Bruder, Torhüter und Sportlicher Leiter Tim Deffte. „Heute“, ließ er die Fans via Hallenheft wissen, „steht für uns eines der wichtigsten Spiele in dieser Saison auf dem Programm.“ Entsprechend konzentriert und engagiert gingen die Gladbecker zur Sache – 56 Minuten lang. Im Gefühl des sicheren Sieges schaltete der VfL in den Leerlauf. „Wir haben bis dahin Emotionen und Willen gezeigt“, lobte Sven Deffte. Und Stephan Metz, Trainer der HSG Wiesbaden, stellte fest: „Der VfL Gladbeck hat uns souverän und verdient geschlagen.“

Die Rot-Weißen boten insgesamt eine gute Leistung. Zwei Spieler ragen ungeachtet dessen heraus. Zum einen Max Krönung, den die Gäste aus Hessen nie in den Griff bekamen. Am Ende standen 13 Treffer für den Rückraumlinken der Gladbecker zu Buche. Zum anderen wusste Tim Deffte im Gehäuse des VfL zu überzeugen. Die Nummer eins hielt in der Phase, als sich seine Mannschaft vorentscheidend absetzte, was zu halten war - und mehr. Außerdem parierte der Schlussmann noch zwei Siebenmeter.

„Wir hatten Heidenrespekt vor Wiesbaden“, gestand VfL-Trainer Sven Deffte. Die HSG hatte zuletzt schließlich mit einem Erfolg beim Tabellendritten HSG Krefeld überrascht und auch beim Soester TV sowie eine Halbzeit lang gegen den VfL Eintracht Hagen starke Leistungen geboten. „Wir haben gut dagegen gehalten“, so Sven Deffte. Und weiter: „Nun wollen wir versuchen, im nächsten Heimspiel gegen Krefeld auch zu punkten.“