VfL Gladbeck meldet für die Abstiegsrunde

Tim Deffte, der Torwart und Sportliche Leiter des VfL Gladbeck, hofft, dass die Mannschaft den Klassenerhalt auf direktem Weg schafft. Ungeachtet dessen hat der Klub vorsorglich für die Abstiegsrunde gemeldet.
Tim Deffte, der Torwart und Sportliche Leiter des VfL Gladbeck, hofft, dass die Mannschaft den Klassenerhalt auf direktem Weg schafft. Ungeachtet dessen hat der Klub vorsorglich für die Abstiegsrunde gemeldet.
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Was wir bereits wissen
Die Handballer des VfL Gladbeck haben vorsorglich für das Relegationsturnier der vier Drittletzten der Dritten Ligen gemeldet.

Gladbeck..  Seinen Humor hat Tim Deffte, Abstiegskampf hin, Abstiegskampf her, noch nicht verloren. „Damit“, sagt der Sportliche Leiter und Torwart des Handball-Drittligisten VfL Gladbeck und lacht, „haben wir im vergangenen Jahr eigentlich doch gute Erfahrungen gemacht.“ Damit, damit meint Deffte das Relegationsturnier um den Klassenerhalt.

Gerüchte um Gummersbach

Nach der laufenden Saison droht den Rot-Weißen erneut die Teilnahme an der Abstiegsrunde, die beim Drittletzten des Ostens ausgetragen wird, in Köthen oder in Northeim. „Wir haben vorsorglich gemeldet“, betont Tim Deffte.

Drei Spieltage vor dem Ende der Saison in der West-Staffel der Dritten Liga belegen die Gladbecker mit 19:35-Punkten den ersten Nicht-Abstiegsplatz. Allerdings beträgt der Vorsprung des VfL vor der SG OSC Löwen Duisburg nur einen und vor dem Soester TV drei Zähler. Ebenfalls noch treffen kann es den Neusser HV, der 21:33-Punkte auf dem Konto hat. „Nach Möglichkeit wollen wir den Klassenerhalt natürlich direkt schaffen“, sagt Tim Deffte. „Wir haben es“, so der 33-Jährige weiter, „nach dem Unentschieden gegen die SG Ratingen wieder in eigener Hand. Diese Chance wollen wir unbedingt nutzen.“

Sollten die Gladbecker aber doch auf den drittletzten Tabellenplatz zurückfallen, werden sie in der Relegation um den Klassenerhalt kämpfen. Wobei momentan noch gar nicht klar ist, ob es in der Dritten Liga überhaupt freie Plätze geben wird. Deffte verweist auf Gerüchte und meint damit vermutlich den „Fall VfL Gummersbach“. In der Szene wird nämlich schon länger gemunkelt, dass der Erstligist nach der Saison seine U23 zurückziehen wird. Dann wäre ein Platz in der Dritten Liga vakant.

Geplant ist zurzeit ein Turnier mit den Drittletzten aus den vier Drittliga-Staffeln. Sollten alle vier Klubs dafür melden, werden sie sich am Samstag und Sonntag, 30./31. Mai, in Köthen oder Northeim treffen. Sollten drei Teams teilnehmen, wird nur am 30. Mai gespielt, sollten nur zwei Mannschaften antreten, gibt es ein Hin- und ein Rückspiel (23./24. Mai; 30./31. Mai).

Sieg über Aschersleben

„Für uns“, sagt Tim Deffte mit Blick auf Austragungsort und Terminierung des Turniers, „ist das ein enormer Aufwand. Wir haben eine weite Anreise, außerdem entstehen Übernachtungskosten.“ Dass die Relegation erst drei Wochen nach Saisonende stattfinden soll, stößt beim Sportlichen Leiter des VfL Gladbeck auf Unverständnis. „Wir müssen ja auch mal unseren Urlaub planen“, sagt Deffte und verweist aufs Vorjahr, als seine Mannschaft dank eines Sieges über den HC Aschersleben in der Relegation und sehr viel Glück erst spät den Klassenerhalt feierte. Gerade einmal vier Wochen blieben seinerzeit den Rot-Weißen zwischen den Entscheidungsspielen in Beckdorf und dem Trainingsauftakt. „Aber“, so Deffte, „wenn man dadurch die Chance bekommt, in der Dritten Liga zu bleiben, nimmt man das natürlich in Kauf.“

Eine Prognose über das Saisonfinale abgeben möchte Tim Deffte nicht: „Was ist in diesem Jahr in der Dritten Liga schon planbar?“ Fakt ist, wir haben die Chance, es direkt zu schaffen. Die Relegation würden wir liebend gerne umgehen.“