VfL Gladbeck - Abstiegs-Endspiel in Duisburg

Max Krönung, den der VfL Gladbeck zuletzt arg vermisste, steht in Duisburg wieder zur Verfügung.
Max Krönung, den der VfL Gladbeck zuletzt arg vermisste, steht in Duisburg wieder zur Verfügung.
Foto: WAZ FotoPool
In der Dritten Handball-Liga tritt der VfL Gladbeck am 26. Spieltag zu einem weiteren Abstiegs-Endspiel in Duisburg an.

Gladbeck..  Einen Riesenschritt Richtung Klassenerhalt kann am 26. Spieltag der Dritten Handball-Liga der VfL Gladbeck machen. Voraussetzung ist natürlich, dass die Rothemden ihr Spiel bei der SG OSC Löwen Duisburg gewinnen, also bei dem Team, das derzeit den ersten Abstiegsplatz belegt. In diesem Fall hätte der VfL vier Punkte Vorsprung vor Duisburg und, nach dem 32:32 aus der Hinrunde, auch den direkten Vergleich gewonnen. Sollten die Gladbecker dagegen die Partie verlieren, droht ihnen eine Zitterpartie mit ungewissem Ausgang.

Daran verschwendet Sven Deffte, der Trainer des VfL Gladbeck, jedoch keinen Gedanken. „Es gibt“, sagt der einstige Abwehrchef der Rot-Weißen, „für uns überhaupt keinen Grund schwarz zu sehen.“ Seine Mannschaft habe sich zuletzt gegen starke Gegner in guter Verfassung präsentiert, sich dafür jedoch - die Partie gegen Krefeld ausgenommen - nicht belohnt. „Die Jungs“, sagt Deffte, „sollen sich nicht bekloppt machen.“

Ähnlich unaufgeregt, wie sich der Trainer der Gladbecker gibt, wünscht er sich sein Team am Sonntag in der Halle an der Krefelder Straße. „Gummersbach“, sagt Sven Deffte, „hat es uns vorgemacht.“ Zur Erinnerung: Die Reserve des Bundesligisten aus dem Oberbergischen siegte vor knapp drei Wochen mit 35:22 in Rheinhausen und spielte dabei ihren Streifen ganz konsequent herunter.

Max Krönung steht bereit

„Wir müssen“, fordert Deffte von den Seinen, „den Ball laufen lassen, wir müssen die Abwehr der Duisburger in Bewegung bringen.“ Vor allem dürfe sich seine Mannschaft nicht auf einen „Kleinkrieg“ mit dem extrem starken Innenblock der Gastgeber einlassen. „Die Duisburger“, sagt Sven Deffte, „decken sehr gut und sie spielen lange Angriffe.“ Darauf ist sein Team vorbereitet, darauf hat er es in den vergangenen Tagen eingestellt.

Stellt sich die Frage nach dem Personal. Kann Sven Deffte in der wichtigen Partie in Rheinhausen Bestbesetzung aufbieten? Der Trainer beantwortet sie mit einem Schulterzucken, weil er am Freitagnachmittag noch nicht wusste, ob er mit seinem Bruder Tim, der ja das Tor des VfL Gladbeck hütet, planen kann oder nicht. „Das“, sagt Sven Deffte, entscheidet sich möglicherweise erst kurzfristig.“ Sollte die Nummer eins der Rot-Weißen passen müssen, wird Michael Schmidt im Kasten stehen. Und der kann ja auch ein Spiel entscheiden!

Ansonsten werden die Gladbecker am Sonntag mit kompletter Besetzung antreten können, also auch mit ihrem Haupttorschützen Max Krönung, der wie berichtet zuletzt in Zweibrücken und vor allem am vergangenen Samstag im Spiel gegen die Lemgoer Reserve vermisst wurde. Der Rückraumlinke, der bekanntlich als Polizist seine Brötchen verdient, hat sich eigens für den morgigen Sonntag einen freien Tag genommen.

In Heiko Brandes hält sich zudem ein Gladbecker Spieler bereit, der in der Rückrunde aus Verletzungsgründen noch nicht eingesetzt werden konnte. „Heiko hat zweimal trainiert“, so Sven Deffte. Er dürfte froh darüber sein, im Fall der Fälle auf den routinierten Rechtsaußen/Rückraumrechten zurückgreifen zu können.

Wiedersehen mit Marcel Giesbert

Im Aufgebot der Duisburger Löwen steht übrigens in Marcel Giesbert ein ehemaliger Gladbecker Akteur und in Sebastian Janus ein Spieler, der ab der nächsten Saison für die Rot-Weißen auflaufen wird. Kreisläufer Janus hat bereits Anfang Februar seinen Wechsel zum VfL bekannt gegeben. Der 25-Jährige, der bei den Sportfreunden Hamborn 07 mit Max Krönung zusammenspielte, soll Routinier Sebastian Dreiszis ersetzen.