VfL bleibt dran
25.04.2010 | 13:04 Uhr 2010-04-25T13:04:00+0200
Brockhagen/Gladbeck.In der Handball-Oberliga geht das Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins weiter. Am drittletzten Spieltag gewannen sowohl Spitzenreiter HSE Hamm als auch der punktgleiche, aber im direkten Vergleich unterlegene VfL Gladbeck ihre Spiele.
TuS Brockhagen -
VfL Gladbeck
31:37 (17:15)
In Brockhagen führte Holger Krimphoves erster Weg in der Halbzeitpause zu den Routiniers Timo Marcinowski und Andre Bergermann. Die Deckung des VfL schwächelte und der Gladbecker Trainer musste reagieren. Also brachte er Marcinowski (für Alexander Mazur) und Bergermann (für Thorben Mollenhauer). Eine erfolgreiche Maßnahme. Denn prompt präsentierte sich die Abwehr der Rot-Weißen als eine, die diesen Namen verdient, und prompt kamen die Gäste auch zu sogenannten leichten Toren.
Krimphove beließ es nicht bei den Einwechslungen. „Ich bin in der Kabine noch nie so laut geworden“, bekannte der Coach später. „Die Deckung war lethargisch, das haben wir in der zweiten Halbzeit deutlich besser gemacht.“ Auch die Umstellung auf der rechten Abwehrseite - Pascal Kunze, der zunächst die Außenbahn abgesichert hatte, und Michael Kintrup tauschten die Positionen - sollte sich auszahlen.
Und schließlich war da noch Torwart Michael Schmidt, der schon in der 15. Minute für den glücklosen Tim Deffte gekommen war. „Schmiddi“ hielt in der Phase, in der der VfL das Spiel drehte, einige wichtige Bälle. Am Ende standen für den Schlussmann 20 abgewehrte Schüsse zu Buche, 15 parierte er im zweiten Abschnitt.
Die Gladbecker kamen in Brockhagen nur schleppend ins Spiel. Während der Tabellenzweite im Angriff noch eine einigermaßen vernünftige Quote erreichte, bot die Abwehr eine ganz schwache Vorstellung. Die Gastgeber, die unbedingt gewinnen mussten, um ihre Chance auf den Klassenerhalt zu wahren, nutzten dies ein ums andere Mal aus. Nach zehn Minuten führten sie mit zwei Toren Vorsprung, nach 16 Minuten lagen sie gar mit drei Treffern in Front.
Erst nach den Auswechslungen, Umstellungen und dem heftigen Anpfiff in der Kabine raffte sich der VfL auf. Sven Deffte - er gab in der zweiten Halbzeit einen passablen Kreisläufer (Kommentar Krimphove: „Sven kann alles!“) - erzielte in der 33. Minute den Ausgleich, knapp 60 Sekunden später brachte Sebastian Schmedt die Rot-Weißen mit 20:19 in Führung. Diese gaben die Gladbecker bis zum Ende nicht mehr her.
Bester Spieler auf Seiten des VfL war in Brockhagen zweifellos Michael Kintrup. Der frühere Ibbenbürener erzielte nicht weniger als zwölf Treffer. Diese gute Quote war Ausdruck seines Willens, das Spiel zu gewinnen.
Am nächsten Samstag geht das Kopf-an-Kopf-Rennen um Platz eins weiter. Während die Gladbecker in der Riesener Halle auf Teutonia Riemke treffen, muss Spitzenreiter HSE Hamm bei der HSG Menden-Lendringsen antreten. Schwere Aufgaben also für beide Teams, die schwerere wartet ganz zweifellos auf den Tabellenführer.
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