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TVG II ist nicht zu stoppen

14.02.2012 | 10:25 Uhr
TVG II ist nicht zu stoppen
Und wieder jubelt der Spitzenreiter: Ina Schultz, Nadine Waterhoff, Lisa Harrmann, Marlena Merkel und Libera Jana Breitkopf (v. l.). Foto: Heinrich Jung

Gladbeck.   Die Zweitvertretung des TV Gladbeck setzt sich mit 3:1 beim VC Essen-Borbeck durch und führt die Oberliga-Tabelle weiterhin mit deutlichem Vorsprung auf die Konkurrenz an. Der Aufstieg wird immer wahrscheinlicher.

Es riecht immer stärker nach Aufstieg für die Zweitvertretung des TV Gladbeck. Nachdem in der vorvergangenen Woche im direkten Duell mit Verfolger Moers die Tabellenführung auf sechs Zähler ausgebaut werden konnte, gab sich das Team von Coach Andreas Packeisen auch am 13. Spieltag bei der Reserve des VC Essen-Borbeck keine Blöße und siegte mit 3:1.

VC Essen-Borbeck II -
TV Gladbeck II1:3

Sätze: 19:25,26:24,16:25,18:25

TVG: Harrmann, Czaya, Merkel, Pavlovic, Holthausen, Schultz, Pöpping, Gatzmanga, Ölcek, Waterhoff, Oberbossel, Breitkopf

Dabei hatte Packeisen vor der Partie noch vor dem Borbecker „Pitbull, der unter einem flauschigen Flokati lauert“, gewarnt. Der Gladbecker Übungsleiter prophezeite seinem Team ein hartes Stück Arbeit: Schwerer noch als gegen Moers würde das Aufeinandertreffen mit dem Tabellenvierten. Der VC wies vor dem Duell mit Liga-Primus TVG die beeindruckende Serie von fünf Siegen in Folge auf, darunter auch ein Erfolg über Bayer Leverkusen II, das seinerseits an Spieltag neun der Packeisen-Auswahl die zweite und bis dato letzte Niederlage der laufenden Punkterunde beigebracht hatte. Leverkusen im Übrigen patzte am Wochenende bei der SG Werth/Bocholt (1:3) und liegt mit einem ausstehenden Nachholspiel nun schon acht Punkte hinter den Gladbecker Blauhemden.

Die schienen den mahnenden Worten ihres Trainers offenbar aufmerksam gelauscht zu haben, der TVG präsentierte sich in Essen als das insgesamt bissigere Team und ging nach vier Sätzen als verdienter Sieger vom Feld. „Borbeck war der erwartet schwere Gegner“, resümierte Andreas Packeisen, „sie haben ihre Sache sehr gut gemacht.“ Besser noch machten es aber die Gladbeckerinnen auf der Gegenseite, die in den Durchgängen eins, drei und vier ihre gewohnten Stärken ausspielten und durch aggressive Spieleröffnung und einer sehr beweglichen Feldabwehr überzeugten. „Das war so, wie ich mir das vorstelle“, konstatierte Packeisen. Nur den zweiten Satz, den Gladbeck mit 24:26 abgab, den stellte sich der TVG-Coach etwas anders vor: „Borbeck konnte eine Schippe drauflegen, wir dagegen haben den Fuß vom Gas genommen. Es darf nicht sein, dass wir in schöner Regelmäßigkeit einen Satz vertändeln. Da sehe ich eine unschöne Tendenz, und darüber wird noch zu reden sein“, ärgerte sich Packeisen über die zuweilen mangelnde Konzentration seiner Akteurinnen.

Mehr Gründe, sich zu ärgern, bekam Packeisen jedoch nicht geliefert, zu souverän agierte sein Team in Borbeck und in den Wochen davor. So souverän, dass Packeisen eingestehen musste, dass seine Mannschaft nun zum absoluten Titelfavoriten gereift sei. Und von der Konkurrenz als solcher natürlich auch wahrgenommen werde. Das, so der Gladbecker Trainer, mache die fünf ausstehenden Partien natürlich nicht zum Selbstläufer: „In dieser Liga ist der Tabellenstand in meinen Augen nur wenig aussagekräftig, jeder kann jeden schlagen, das hat dieses Wochenende einmal mehr gezeigt. Wir müssen uns vor jedem Gegner höllisch in Acht nehmen.“ So trennen den Vierten Borbeck aktuell nur vier Zähler vom Neunten und Vorletzten KT 43 Köln. „Für uns heißt das“, führt Packeisen aus, „dass wir weiterhin hart arbeiten müssen, auch wenn wir momentan etwas erfolgsverwöhnt sind.“

Den nächsten Erfolg kann die „Zweite“ des TVG dann am kommenden Wochenende einfahren, wenn VV Humann Essen in der Artur-Schirrmacher-Halle gastiert.

Marcel Krischik

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