TV Gladbeck verliert Spitzenspiel und Sporkmann

Lars Sporkmann vom TV Gladbeck zog sich im Spitzenspiel gegen Herne einen doppelten Bänderriss zu.
Lars Sporkmann vom TV Gladbeck zog sich im Spitzenspiel gegen Herne einen doppelten Bänderriss zu.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In der Handball-Kreisliga verlor der TV Gladbeck das Spitzenspiel gegen Westfalia Herne II und Lars Sporkmann durch Verletzung.

Gladbeck..  Der TV Gladbeck beklagte im Spitzenspiel der Handball-Kreisliga gegen Tabellenführer HC Westfalia Herne II Verletzungspech. In der Anfangsphase zog sich Lars Sporkmann, Dreh- und Angelpunkt der Gastgeber, einen doppelten Bänderriss zu. Ohne Sporkmann hielt der TVG bis zum 17:18 mit, in der Folgezeit fehlten Trainer Norbert Pröse jedoch die Alternativen. „Herne hat verdient gewonnen“, so der Coach nach dem 20:29.

TV Gladbeck -
HC Westfalia Herne II 20:29 (12:14)

TV Gladbeck (Tore): Wissing (6), Sporkmann (2), Sinke (2), Brandhorst (2), Schmidt (2), Klever (2), Thiel (2), Barz (1), Otte (1)

Es stand 3:3, als Lars Sporkmann von einem gegnerischen Akteur gepusht wurde und unglücklich auf dem Fuß eines anderen Herners landete. Der Gladbecker Spielmacher musste raus. Die erste Diagnose war niederschmetternd: doppelter Bänderriss.

Mail an den Kreisvorsitzenden

„Wir haben uns“, analysierte TVG-Trainer Pröse, „bis zur Halbzeitpause trotzdem ordentlich verkauft.“ In einer harten Partie boten die Gastgeber, die den dritten Tabellenplatz belegen, dem Spitzenreiter bis zum 17:18 Paroli. Irgendwann machte sich das Fehlen Sporkmanns aber doch bemerkbar. Und auch in der Deckung taten sich nun Lücken auf. Die Gladbecker bekamen Robert Lukic, der früher für den VfL Gladbeck in der damaligen Regionalliga West aktiv war, nicht mehr in den Griff. „Und die anderen beiden Halben der Herner sind verdammt schnelle Hunde“, so Pröse. Und weiter: „Wir waren nicht mehr nah genug dran.“

Norbert Pröse bezeichnete die Niederlage als verdient. Dass er am Samstagabend in der Nordparkhalle keine Freude hatte, lag aber nicht daran, dass sein Team leer ausging. „Mit solchen Schiedsrichtern“, sagte er, „macht Handball keinen Spaß.“ Ausdrücklich betonte er, dass er die Pleite nicht an den Unparteiischen festmachen wollte. „Daran lag es nicht“, so Pröse. Die Schiedsrichter hätten keine schnelle Mitte zugelassen und häufig geradezu paradoxe Entscheidungen getroffen. „Das“, betonte Pröse, „ging auch den Hernern so.“ Der Trainer des TV Gladbeck hatte schon am Sonntagvormittag eine Mail an den Kreisvorsitzenden geschrieben, um seinen Ärger kundzutun.