TV Gladbeck - Talent Röwer steht auf dem Sprung

Jana Röwer (rechts) jubelt - hier mit Teamkameradin Nina Strombach. Das 15-jährige Talent hat den Sprung in die Regionalliga-Mannschaft des TV Gladbeck bereits problemlos geschafft.
Jana Röwer (rechts) jubelt - hier mit Teamkameradin Nina Strombach. Das 15-jährige Talent hat den Sprung in die Regionalliga-Mannschaft des TV Gladbeck bereits problemlos geschafft.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Jana Röwer, 15-jährige Volleyballerin, wechselte zum TV Gladbeck, um höher zu spielen und um sich zu verbessern. Das hat geklappt.

Gladbeck.. Seit etwas mehr als einem Jahr trainiert sie bei den Volleyballerinnen des TV Gladbeck mit, seit Beginn der Saison ist sie für den TVG auch aktiv. Mittelangreiferin Jana Röwer, 15 Jahre junge Jugend-Nationalspielerin aus Oberhausen, gehört zum Stamm der Regionalliga-Mannschaft der Blauhemden. Und auch in der Zweiten Liga durfte die Gymnasiastin schon kurz ran.

Wallenhorst ist zufrieden

„Ich wollte höher spielen und mich verbessern“, begründete Jana Röwer im vergangenen September im Gespräch mit der WAZ ihren Wechsel vom Verbandsligisten Jahn Königshardt zum TV Gladbeck. Nach drei Monaten kann festgehalten werden: Röwer kommt regelmäßig in der Regionalliga zum Einsatz, sie spielt also in einer höheren Klasse als zuvor. Aber hat sie sich auch verbessert? „Das“, sagt das Talent, „sollen lieber andere beurteilen.“

Fragen wir also Uwe Wallenhorst, den Trainer der Zweitliga-Mannschaft des TVG. Der sagt: „Wir sind absolut zufrieden mit Jana.“ Jana Röwer sei, so der erfahrene Übungsleiter, im Training ebenso fleißig wie ehrgeizig. Andreas Packeisen, Geschäftsführer der Volleyball-Abteilung, sieht es ganz genauso: „Jana hat sich total gut weiterentwickelt. Ihr Aufschlag ist besser geworden, im Angriff agiert sie mittlerweile variabler.“ Und in der Blockabwehr, so der frühere Trainer der ersten und zweiten TVG-Frauen weiter, sei auch schon mal ein Killerblock dabei.

In den Übungseinheiten profitiert Jana Röwer in Gladbeck nicht nur von den Trainern Uwe Wallenhorst, Dieter Theis (Zweitliga-Mannschaft) und Enno Schulz (Regionalliga-Mannschaft), sondern auch von Lea Hildebrand und Jil Döhnert, die bekanntlich beide jahrelang in der Bundesliga spielten. „Sie geben mir Tipps und helfen“, erzählt Jana Röwer.

Die durfte nicht nur in der Vorbereitung schon in der Zweitliga-Mannschaft des TV Gladbeck ran, sondern mittlerweile auch in der Meisterschaft. Jana Röwers Stunde schlug in der Heimpartie gegen den SCU Emlichheim, als Uwe Wallenhorst sie zu einem Aufschlag aufs Feld schickte. „Ich war ganz schön nervös“, blickt die 15-Jährige auf ihr Debüt in der Zweiten Bundesliga zurück.

Obwohl es beim TV Gladbeck gut für Jana Röwer gelaufen ist, gab’s auch eine schlechte Nachricht für die Spielerin. Jens Tietböhl, der Trainer der deutschen U18, teilte ihr nämlich vor nicht allzu langer Zeit mit, dass er sie Anfang Januar 2015 für die Vorbereitung der Nationalmannschaft vor dem Europameisterschafts-Qualifikationsturnier nicht nominieren werde. Dazu Uwe Wallenhorst, der sich regelmäßig mit dem Bundestrainer austauscht: „Jens Tietböhl darf aus dem ursprünglichen 18-er Kader nur zwölf Spielerinnen nominieren. Jana ist als vierte Mittelblockerin nicht dabei, weil sie im Vergleich zu den drei anderen ein Manko in der Geschwindigkeit im Blockverhalten aufweist.“ Jana Röwer sei die erste Nachrückerin. Wallenhorst: „Das ist eine Baustelle, die sie beackern muss und die wir beackern werden.“ Der Giants-Trainer blickt zuversichtlich in die Zukunft: „Die Europameisterschaft ist für Jana noch nicht gestorben.“

Jana Röwer selbst bekennt, von der Entscheidung des Bundestrainers „ein bisschen enttäuscht“ zu sein. Dass sie alles daran setzen wird, um doch noch ein EM-Ticket zu lösen – die Qualifikation der Nationalmannschaft im Turnier mit Weißrussland, Spanien und Israel mal vorausgesetzt – versteht sich von selbst. Schließlich ist sie laut Uwe Wallenhorst - siehe oben - „sehr ehrgeizig und trainingsfleißig“.