TV Gladbeck kämpft mit Herz und Hingabe
15.11.2009 | 17:19 Uhr 2009-11-15T17:19:00+0100
Gladbeck. Die Oberliga-Volleyballer des TV Gladbeck haben ihr Auswärtsspiel gegen den TV Hörde mit 3:2 gewonnen.
TV Hörde - TV Gladbeck 2:3
Sätze: 25:15, 24:26, 25:19, 24:26, 11:15.
TV Gladbeck: Willebrand, Harrmann, Drescher, Mydlak, Kerman, Wüllner, Steckel, Hund, Auth.
Als die Oberliga-Volleyballer des TV Gladbeck nach Hörde reisten, dann im Bewusstsein, eigentlich nicht konkurrenzfähig zu sein in diesem Spiel. Zurück fuhren sie mit der Erkenntnis, dass auch im Volleyball eine kämpfende Mannschaft die spielerisch stärkere schlagen kann.
„Auf einer Einstellungsskala bekommt die Mannschaft alle Punkte von mir”, lobt TV-Trainer Jens Ungruhe nach dem Fünf-Satz-Krimi sein Team. Noch am Freitag musste Ungruhe mit dem Gedanken spielen, nicht anzutreten. Allen Spielern schickte er eine SMS: Hört gut in euch rein und wenn's nicht geht, dann holt euch ein Attest (nur damit kann man eine Partie wegen Spielermangels absagen und wiederholen). Neun Spieler schafften es aber in die Halle nach Dortmund, von denen Stammkräfte wie Chris Drescher oder Martin Steckel teils extrem angeschlagen und ohne Training ins Spiel gingen.
Das bildete der erste Satz ab: 15:25 unterlagen die Gladbecker. Das ist deutlich. Doch dann taten sie das, was Ungruhe von ihnen forderte, also kämpfen und nicht aufgeben, egal wie es steht: In Satz zwei lagen sie 20:24 hinten - und gewannen. Nach Satz drei waren sie in Sätzen 1:2 hinten, im vierten Durchgang drohte mehrfach der Matchball, 21:24 lagen sie dort zurück. Und gewannen diesen Satz. Im Tie-Break führte Hörde 8:5. Aber Gladbeck holte sich das Spiel.
„Hörde darf das eigentlich auf keinen Fall verlieren”, sagt Ungruhe, „aber wir haben in den entscheidenden Phasen gekämpft und starke Nerven gezeigt. Das machte den Unterschied.”
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