TV Gladbeck II - „Bielefeld ist kein Kanonenfutter“

Auf den TV Gladbeck II - unser Bild zeigt Anna Kels und Esin Aslan  - dürfte in Bielefeld viel Arbeit warten.
Auf den TV Gladbeck II - unser Bild zeigt Anna Kels und Esin Aslan - dürfte in Bielefeld viel Arbeit warten.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Der TV Gladbeck II tritt als Spitzenreiter in der Frauenvolleyball-Regionalliga bei Schlusslicht TPSV Bielefeld an. Der TVG erwartet viel Gegenwehr.

Gladbeck..  „Wer in der Lage ist, Senden zu schlagen, der kann kein Kanonenfutter sein.“ Das sagt Enno Schulz, der Trainer des Frauenvolleyball-Regionalligisten TV Gladbeck II, vor der Partie seiner Mannschaft beim Telekom Post SV Bielefeld (So., 18. Januar, 17 Uhr). Die Gastgeberinnen aus Ostwestfalen sind Tabellenletzter - aber sie haben in der Hinrunde das Spiel bei Topteam ASV Senden mit 3:0 gewonnen.

„Vorsicht ist geboten“, betont daher Schulz. Er sagt aber auch, dass seine Mannschaft „mit viel Rückenwind“ anreisen wird. Kein Wunder, schließlich sind die Blauhemden Tabellenführer. Und sie wussten auch zum Rückrundenauftakt gegen die SG Werth/Bocholt (3:1) zu überzeugen. „Ich bin fürs Spiel sehr optimistisch gestimmt“, so Schulz. Und weiter: „Ich erwarte einen souveränen Auftritt meiner Mannschaft.“

Der TV Gladbeck II muss allerdings in Bielefeld und auch danach auf Kapitänin Ina Mertzen verzichten. Die Verletzung, die sich die Außenangreiferin am vergangenen Wochenende zuzog, hat sich als Innen- und Außenbandriss im Sprunggelenk erwiesen. „Damit“, so Schulz, „fällt Ina auf unbestimmte Zeit aus.“

Esin Aslan spielt eine starke Saison

Mertzens Part dürfte zunächst Esin Aslan übernehmen, die gegen Werth/Bocholt aus beruflichen Gründen passen musste, in Bielefeld aber wieder für den TVG auflaufen kann. Aslan spielte bislang eine starke Saison. Für den Außenangriff in der Hinterhand hat Enno Schulz ja auch noch die talentierte Kim Smaniotto, die am vergangenen Samstag ihre Sache gut machte.

Schulz erwartet kampfstarke Gastgeberinnen. „Bielefeld ist“, so der Trainer des TV Gladbeck II, „am vergangenen Spieltag ans Tabellenende gerutscht. Die Mannschaft wird uns alles abverlangen, wir müssen uns auf ein schweres Spiel einstellen.“ Schulz erwähnt in diesem Zusammenhang nicht nur den 3:0-Sieg des Telekom Post SV in Senden, sondern auch das Pokalspiel der Gladbecker Zweitliga-Mannschaft in Bielefeld. „In eigener Halle“, erinnert der Coach, „hat der TPSV es geschafft, den Giants einen Satz abzunehmen.“

Umkämpftes Hinspiel

Und auch das Hinspiel gegen Bielefeld war umkämpft. Die zweite Mannschaft des TVG gewann die Partie in der Artur-Schirrmacher-Halle zwar mit 3:1, die Satzergebnisse fielen jedoch - vom ersten Durchgang (25:14) einmal abgesehen - allesamt recht knapp aus (20:25, 25:21, 25:23).

Vor dem erneuten Aufeinandertreffen sagt Schulz: „Wir wollen „Bielefeld sofort den Zahn ziehen.“ Das heißt: Die Zweitvertretung des TV Gladbeck wird wie zuletzt versuchen, mit ihren Aufschlägen den Gegner unter Druck zu setzen. Außerdem komme es, so der TVG-Trainer weiter, auf den ersten Pass an.