TV Gladbeck II bezwingt Werth/Bocholt

Nach dem verloren gegangenen dritten Satz nutzte Enno Schulz, der Trainer des TV Gladbeck II, die Zeit, um mit seinen Spielerinnen über die Fehler zu sprechen, die sie sich erlaubt hatten. Danach lief es wieder rund.
Nach dem verloren gegangenen dritten Satz nutzte Enno Schulz, der Trainer des TV Gladbeck II, die Zeit, um mit seinen Spielerinnen über die Fehler zu sprechen, die sie sich erlaubt hatten. Danach lief es wieder rund.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
In der Frauenvolleyball-Regionalliga verteidigte Spitzenreiter TV Gladbeck durch ein 3:1 über Werth/Bocholt seinen Vorsprung vor den Verfolgern.

Gladbeck..  Einen hohen Preis musste der TV Gladbeck II für den Erfolg über die SG SV Werth/TuB Bocholt zahlen: Ina Mertzen, Spielführerin des Tabellenführers der Frauenvolleyball-Regionalliga, knickte nämlich im ersten Satz um und musste ins Krankenhaus gebracht werden. Die Außenangreiferin zog sich vermutlich eine Bänderverletzung zu. „Ina“, so TVG-Trainer Enno Schulz, „wird definitiv den kompletten Januar ausfallen.“ Und vielleicht auch länger.

TV Gladbeck II -
SG SV Werth/TuB Bocholt 3:1

Sätze: 25:19, 25:14, 25:27, 25:18.
TV Gladbeck II: Smaniotto, Krefting, Strombach, Frohleiks, Bettendorf, Walker, Steinwartz, Mertzen, Reppenhagen, Röwer, Sobieraj, Lang.

Nach der Verletzung der Kapitänin der Blauhemden schlug die Stunde von Kim Smaniotto. Das Talent war in der vergangenen Saison noch in der Drittvertretung aktiv und durfte, weil auch Esin Alsan aus beruflichen Gründen fehlte, erstmals über weite Strecken einer Regionalliga-Partie ran. Diese Chance nutzte sie. „Kim hat das super gemacht“, so Enno Schulz. Lobende Worte fand er zudem für eine weitere Außenangreiferin, Wiebke Lang, die normalerweise in der Landesliga-Auswahl des TVG spielt. Der Trainer war aber insgesamt zufrieden mit seinem Team: „Die Mannschaft hat nach dem Ausfall von Ina Mertzen ganz toll die Spannung gehalten.“

Der TV Gladbeck II wusste gegen die defensiv starken Gäste aus Werth/Bocholt vor allem mit dem Aufschlag zu überzeugen. „Konstant druckvoll“, sagte Schulz, habe sein Team aufgeschlagen - zumindest in den drei Durchgängen, die deutlich an den TVG gingen. Der Trainer der Gladbeckerinnen: „Im dritten Satz hat das plötzlich nicht mehr funktioniert.“ Beim Zwischenstand von 12:18 reagierte Schulz und wechselte für Julia Frohleiks und Kathrin Reppenhagen Steffi Krefting bzw. Ilka Bettendorf ein. Eine Maßnahme, die Wirkung zeigte. Der Tabellenführer holte Punkt um Punkt auf und schaffte den Anschluss (22:23). Am Ende ging dieser Durchgang aber doch an Werth/Bocholt.

Im Anschluss nutzte Schulz die dreiminütige Auszeit, um mit seiner Mannschaft zu analysieren, was falsch gelaufen war. Danach lief’s wieder rund beim TVG, der den Satz deutlich mit 25:18 und damit auch das Spiel gewann.