TV Gladbeck - Basketballer sind Spaßverderber

Der TV Gladbeck - das Bild zeigt Spielertrainer Gieseler - kämpft um den Klassenerhalt.
Der TV Gladbeck - das Bild zeigt Spielertrainer Gieseler - kämpft um den Klassenerhalt.
Foto: Michael Korte
Was wir bereits wissen
Der TV Gladbeck steckt in der Basketball-Landesliga im Abstiegskampf. Die Blauhemden bauen auf ihre Verteidigung.

Gladbeck..  Die Basketballer des TV Gladbeck spielen im zweiten Jahr in der Landesliga um Punkte. Aktuell kämpft die Mannschaft allerdings um den Klassenerhalt. Das wurde so erwartet. Kurios: Die Gladbecker stellen mit 851 kassierten Punkten die zweitbeste Defensive der Liga. Im Interview mit WAZ-Mitarbeiter Steffen Bender zog Trainer Sebastian Gieseler eine Zwischenbilanz und sprach über neue Motivation und Derbystimmung vor dem Meisterschaftsspiel gegen die DJK Adler Bottrop.

Herr Gieseler, wie geht es Ihnen und der Mannschaft im Abstiegskampf?

Uns geht es gut, danke. Wir sind guter Dinge. Die Rückrunden-Verstärkung von Fabian Günther und Nils Wulf tut uns sehr gut. Wir haben schon jetzt nach der Pause besseren Basketball gezeigt, als noch in der Hinserie. Dennoch: Es bleibt viel Kampf und Krampf, wir bleiben dran.

Vier Siege konnte Ihr Team bis dato einfahren. Auf der anderen Seite stehen zehn Niederlagen. Wie zufrieden sind Sie mit dieser Bilanz?

Es war die erwartet schwere erste Saisonhälfte. Das sind definitiv zu viele Niederlagen. Die lassen sich natürlich aus dem personellen Aderlass vor der Saison begründen. Beispielsweise ist mit Fabian Günther richtig Qualität verloren gegangen. Das haben wir zu spüren bekommen. Zu Weihnachten herrschte schon eine große Unzufriedenheit bei uns. Da haben wir uns zusammengesetzt und besprochen, wie es weiter gehen soll. Seit diesem Abend geht es besser. Im Moment bin ich sehr zufrieden.

Würden Sie mir zustimmen, dass die zweite Saison immer die Schwerste ist?

(überlegt). Das ist mit dem Umstand des kleineren Kaders nur schwer zu beantworten. Ich halte die Liga nicht für schwerer als noch im vergangenen Jahr. Das Niveau ist gleich geblieben.

Wird es enger im Abstiegskampf als in der vergangenen Spielzeit? Dort feierten sie ja schon einige Wochen vor Saisonende den Ligaverbleib!

Letztes Jahr haben wir in der Hinrunde mehr Punkte geholt. Diese fehlen uns jetzt. Ob wir tatsächlich bis zum Schluss zittern, liegt an uns.

Was stimmt Sie optimistisch, dass Ihre Schützlinge am Ende über dem Strich stehen werden und es eine dritte Landesliga-Saison für den TV gibt?

Wir sind nicht nur qualitativ besser geworden, sondern auch quantitativ breiter aufgestellt durch die Neuzugänge. Dadurch ist anderes Training möglich. Wir können Spielsituationen einstudieren. Die Motivation und die Konzentration sind in den Einheiten gestiegen und wir setzen auf ein neues System. Wir spielen jetzt mit vier Außen und einem Center. Das funktioniert und macht uns stärker.

Am Sonntag, 22. Februar, geht es gegen Adler Bottrop. Sind Sie schon in Derbystimmung?

Wir haben einmal gegen Bottrop gespielt und da hat man gemerkt, dass wir doch nah beieinander liegen und es ein Derby ist. Auf dem Feld ging es eng zu. Auch diesmal wollten wir dem Gegner das Leben schwer machen. Einige Zuschauer haben sich bereits angemeldet und darüber freuen wir uns schon jetzt.

Die Nachbarn liegen auf dem vierten Tabellenrang. Welche Siegeschancen sehen Sie für Ihr Team?

Bottrop spielt eine erfolgreiche Runde. Das geht allein schon aus der Tabelle hervor. Im Hinspiel haben wir gezeigt, dass wir mithalten können. Wir haben die zweitbeste Verteidigung der Liga. Keine Mannschaft hat Spaß, gegen uns zu spielen. Das soll auch diesmal so sein. Es gilt unsere Stärken abzurufen.