Tristesse im Gladbecker Süden

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Was wir bereits wissen
Zu gut für den Abstiegskampf, zu schlecht für höhere Ansprüche – so lässt sich die aktuelle Situation bei den Kleeblättern des FC Gladbeck beschreiben. Was ist noch zu erwarten?

Wohl über keine andere Mannschaft in der Kreisliga A gibt es weniger Informationen als über den FC Gladbeck. Trainiert von Gürsel Duygulu sind die Kleeblätter derzeit im Niemandsland der Liga zu finden. Das Positive: Mit dem Abstieg hat die Mannschaft aus dem heimischen Süden nichts zu tun. Das Negative: Mit dieser Mannschaft sollte doch viel mehr möglich sein. Wie ist also die Tristesse der Roßheide zu erklären?

FC rangiert im Niemandsland

Acht Niederlagen lassen derzeit nicht mehr als Rang zehn zu. Mit Spielern, wie Burak Reimschüssel, Ayyoub Affani und Tim Messinger ist dies jedoch zweifelsohne zu wenig. Ob in dieser Saison noch ein einstelliger Tabellenplatz drin ist, darf offen angezweifelt werden. Vermutlich wird die Duygulu-Elf die Saison in Nähe der jetzigen Platzierung beenden.

Die 46-Gegentore bedeuten in der Bilanztabelle den vorletzten Rang. In der Offensive hingegen sind die 30 markierten Treffer gehobener Durchschnitt. Auffällig ist zudem die „Heimstärke“ der Kleeblätter: 15 der bisherigen 20 Zähler holte die Duygulu-Elf auf heimischen Terrain.

Defensive muss gestärkt werden

Wo der Hebel für eine erfolgreiche Rückrunde anzulegen ist, ist also allen Beteiligten klar. Es gilt die Abwehr zu stabilisieren und in der Ferne zu punkten. Doch so einfach ist die Fehleranalyse nicht: Für den FC wird es wichtig sein endlich einen geregelten Trainingsbetrieb zu installieren. Häufig kann Duygulu nur eine Handvoll Spieler zu den Einheiten begrüßen.

Und auch in der Kreisliga dass nur eine trainierende Mannschaft Siegesserien starten kann, weiß wahrlich jeder Fußball-Laie.

Von Außen wirkt die Mannschaft derzeit anspruchslos. Für den Abstieg zu gut, für ganz oben zu schlecht. Zugegeben, das wurde schon gesagt. Damit kann man augenscheinlich an der Roßheidestraße leben.

Nur noch um die goldene Ananas

Was ist denn aus dem FC geworden? Seitdem Dirk Knappmann die Kleeblätter verließ, lief nicht mehr viel zusammen beim FC. Es versuchte sich Trainer Klaus Kokott, doch länger als eine Saison ließ er sich das undurchsichtige Treiben des einstigen Vorstandsvorsitzenden Ufuk Cigers nicht bieten. Seit dieser Saison hat bekanntlich Duygulu das Zepter in der Hand. Zurück zur aktuellen Spielzeit: Die aktuelle Tabellensituation bietet eine durchaus luxuriöse Möglichkeit. Die Duygulu-Elf hat nichts zu verlieren, kann befreit aufspielen und könnte dadurch noch einige Ränge im Tableau klettern. Ob es für die Mannschaft eine Motivation darstellt, die Runde auf Rang sieben, anstatt Platz zehn zu beenden, bleibt abzuwarten. Es geht um die goldene Ananas.