Triathlon-Frischlinge erreichen in Gladbeck das Ziel

25 Teilnehmer des sog. Rookie-Projektes des SV Gladbeck 13 nahmen erfolgreich am ELE-Triathlon teil.
25 Teilnehmer des sog. Rookie-Projektes des SV Gladbeck 13 nahmen erfolgreich am ELE-Triathlon teil.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Die 25 vom SV Gladbeck 13 in seinem Rookie-Projekt vorbereiteten Neulinge erreichten beim ELE-Triathlon in Wittringen allesamt das Ziel.

Gladbeck..  Öfter mal ’was Neues – so lautet offenbar das Motto von Bettina Wölk (56) und Robert Grabowski (44) . Die beiden Gladbecker absolvierten jetzt ihren ersten Triathlon. Zuvor hatten sie am Rookie-Projekt des SV Gladbeck 13 teilgenommen, dessen erklärtes Ziel es war, Anfänger für den traditionellen ELE-Triathlon fit zu machen. Insgesamt 25 Rookies, also Frischlinge, gingen an den Start - alle erreichten das Ziel!

Trainingsstart am 4. Februar

Diese Frage muss gestellt werden: Wie kommt man bloß auf die Idee, mit über 40 bzw. 50 Jahren erstmals einen Triathlon zu absolvieren? Bettina Wölk und Robert Grabowski hatten bislang nichts mit dem Dreikampf zu tun. Beide waren eher die gemütlichen Jogger, wie sie es selbst nennen. „Der Marathon war mir zuletzt einfach zu anstrengend geworden“, so Wölk, „ich habe dann davon gehört und bei so einem Projekt ist man einfach dabei.“ Etwas anders war es bei Robert Grabowski: „Ein Freund von mir war bei der Infoveranstaltung und ergatterte sich einen Teilnehmerplatz. Er konnte aber nicht mitmachen. Und dann bin ich eingesprungen.“

Wölk und Grabowski wussten vor ihrem Triathlon-Debüt am vergangenen Donnerstag genau, worauf sie sich einließen. Seit dem 4. Februar war das Duo nämlich mit den anderen Rookies beim SV 13 im Training. Drei Mal die Woche hieß es Schwimmen, Radfahren und Laufen. Für jeden Monat gab es einen spezifischen Trainingsplan. Und natürlich gehört zum Triathlon-Leben auch die richtige Ernährung. „Ich überlege mir nun zwei Mal, ob ich mir eine Pizza bestelle oder Pommes esse“, sagt Grabowski.

Grabowski gibt aber auch zu: „Das Schwimmen war schon sehr hart für mich. Das ist einfach nicht mein Ding.“ Er überlegte sich, das Handtuch zu werfen: „Nach einer Trainingseinheit habe ich mir viele Gedanken gemacht. Ich war mir nicht sicher, ob ich die Distanz im Wasser schaffe.“ Doch Trainer und Team leisteten beste Arbeit. Aufgeben war letztlich doch keine Option: Das schlechte Wetter beim Training keine Ausrede, die Angst wurde genommen und die Verbesserungen im Training spürbar gemacht. „Unsere Trainer“, so ist sich das Duo einig, „haben einen Orden verdient.“

Nun war es also so weit, 500 Meter Schwimmen, 22 Kilometer Radfahren und 5 Kilometer Laufen warteten auf die vom SV 13 vorbereiteten 25 Einsteiger. „Ich habe so schlecht geschlafen, bin mehrmals aufgewacht“, sagt Grabowski, „die ganze Woche war ich hibbelig. An Schlaf war nicht mehr zu denken.“ Bettina Wölk verrät: „Irgendwie fühlte ich mich wie vor einer Prüfung.“ Nachdem sie ins Wasser gesprungen sei, sei sie nicht mehr nervös gewesen. „Da war auf einmal alles, wie immer“, erklärt Wölk.

Ihre Zeiten konnten sich sehen lassen. Wölk erreichte nach 01:37,56 das Ziel, Grabowski benötige 01:28:52 Stunden. Was war es für ein Gefühl, nach so einem langen Kampf die Ziellinie zu überqueren? „Geil, einfach nur geil“, sagt Wölk. Grabowski fügt hinzu: „Überwältigend.“

Rookie-Projektkoordinator Udo Fischer war stolz. „Ich hatte Gänsehaut, als die Teilnehmer das Ziel erreichten. Das ist etwas ganz Besonderes“, sagt Fischer, der weiß, dass er neue Triathleten gewonnen hat. Bettina Wölk ist zweifelsfrei auf den Geschmack gekommen: „Na klar, der Knoten ist jetzt durch. Im August ist der nächste Triathlon, oder? Da greife ich an.“ Robert Grabowski backt indes kleine Brötchen. „Ich muss da schon noch einmal eine Nacht drüber schlafen.“