Thiele und Kaiser übernehmen SGP

Jan Kaiser und Daniel Thiele im Gespräch in der WAZ-Redaktion..
Jan Kaiser und Daniel Thiele im Gespräch in der WAZ-Redaktion..
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
SG Preußen Gladbeck präsentiert zum ersten Mal eine sportliche Leitung. Die Urgesteine Jan Kaiser und Daniel Thiele sehen sich in der Verantwortung.

Im Fußball bedarf es oftmals mehr als nur einen Vereinsvorsitzenden. Diese durchaus schmerzhafte Erfahrung machte SG Preußen Gladbeck jüngst in dieser Saison. Die Vorstandsspitze der Schwarz-Gelben präsentierte nun zum ersten Mal eine sportliche Leitung. Mit Jan Kaiser (31) und Daniel Thiele (33) zeichnen sich fortan zwei SGP-Urgesteine für die Ausrichtung der Seniorenteams, sowie der A- und B-Junioren verantwortlich.

„Dies war ein nötiger Schritt, um wieder Ruhe in den Verein zu bekommen“, begründete Thiele die Installation der neuen Position, wohl wissend, dass die Außendarstellung der SGP zuletzt eher durchwachsen ausfiel. „Genau hier setzen wir an“, erklärte Kaiser.

Im Fokus stand zuletzt vor allem die Erstvertretung, die mit Pauken und Trompeten aus der Bezirksliga abstieg: Kommunikationsschwierigkeiten unter den Seniorenmannschaften, schwierige Charaktere mit Einstellungsproblemen und auch mangelnde Vereinsidentifikation sind da nur einige der vielen Probleme. Der letzte Trainer der Schwarz-Gelben, André Marcussen, bemängelte dies zuletzt immer stärker und sprach von fehlenden Sanktionsmöglichkeiten.

„Wir haben dem Vorstand einen Aufgaben- und Befugniskatalog vorgelegt. Wir arbeiten eng mit der Spitze zusammen, aber wir stehen in der Verantwortung für den sportlichen Erfolg“, so Thiele. Durch die Blume heißt das: Wer nicht mitzieht, der fliegt. So eine Saison wie die vergangene möchte das Duo nicht mehr erleben.

Die Umstrukturierung der Seniorenabteilung wird nun die größte Herausforderung für Kaiser und Thiele werden. Hilfe untereinander gab es in Krisenzeiten zuletzt nur bedingt. Spieler aus der zweiten Mannschaften hatten keine Lust bei der „Ersten“ auszuhelfen. Die Viertvertretung stand der Ersten zur Seite. Es gab zwar vier Seniorenteams – doch einen Vereinsgeist gab es nicht.

Jede Mannschaft spielte für sich und kickte irgendwie abgeschottet von den anderen. „Die Kommunikation untereinander muss deutlich besser werden. Wir dienen hier als Vermittler“, erklärte Thiele. Im vierwöchigen Rhythmus werden sich nun die Senioren- und Juniorentrainer treffen.

Voraussichtlich erneut vier Teams

Entgegen der bisherigen Annahme, dass es zur kommenden Spielzeit drei Herrenvertretungen an der Adenauerallee geben wird, sieht es nun doch danach aus, dass erneut vier Teams – zwei in der Kreisliga A und zwei in der B-Liga – gestellt werden. Schließlich umfasst der aktive Bereich 105 Fußballer. Grundsätzlich gilt: Die „Zweite“ wird zur Erstvertretung und von Michael Sandmann trainiert (A-Liga). Michaels Berger dritte Vertretung wird zu Preußen II (A-Liga). Die „Dritte“ wird neu geformt, steht derzeit noch aber noch ohne Trainer da (B-Liga). Gespräche laufen.

Die vierte Mannschaft von Thiele selbst bleibt wie gehabt bestehen (B-Liga). Mit Blick auf die Elf von Sandmann ist die Marschrichtung klar: „Die Mannschaft soll sich erst einmal finden“, so Kaiser. Von einem direkten Wiederaufstieg möchte das Duo nichts wissen. Für die drei anderen Mannschaften – alles Aufsteiger – gilt es zunächst die Klasse zu halten.