Team ist aus der Zweiten Liga nicht sportlich abgestiegen

1957 feierten die Sportfreunde Gladbeck den Aufstieg in die Zweite Division West. Aber was heißt eigentlich den Aufstieg feiern? Sportlich waren Manfred Reichert, Ernst Brünglinghaus & Co. in den Entscheidungsspielen nämlich gescheitert. Bei der SpVgg Beckum kassierten die Gladbecker ein 1:5, das Rückspiel in der Vestischen Kampfbahn endete vor 15000 Zuschauern 3:3. Beckum verzichtete jedoch auf den Aufstieg – damit war der Weg frei für die Kleeblätter.

In seiner ersten Zweitliga-Saison landete der Neuling aus Brauck mit 28:32-Punkten auf dem zehnten Tabellenplatz. Lob für die wackeren Kicker aus Gladbeck gab’s regelmäßig – selbst nach Niederlagen! Auch in den folgenden Jahren gerieten die Sportfreunde mit Manfred Reichert nie in Abstiegsgefahr. Und doch musste der Traditionsverein, der 1923 aus dem Zusammenschluss des Vereins für Rasenspiele Gladbeck-Süd und der Fußballabteilung des TV Gladbeck hervorgegangen war, anno 1963 die große Bühne wieder verlassen. Als Tabellenelfter hatte es das Team knapp verpasst, sich für die neue Regionalliga West zu qualifizieren.

Von diesem Rückschlag sollten sich die Sportfreunde nicht mehr erholen. Auch die Fusion mit SuS Rosenhügel 07 konnte den weiteren Niedergang nicht aufhalten. Aktuell kämpft der FC Gladbeck mehr schlecht als recht in der Kreisliga A um Punkte – Gegner sind nun beispielsweise die zweite Mannschaft des SV Zweckel oder die zweite Mannschaft von Schwarz-Gelb Preußen Gladbeck.