SV Zweckel überrascht gegen Erkenschwick - 2:1

Christopher Zeh (Mitte) brachte den SV Zweckel gegen die SpVgg Erkenschwick mit 1:0 in Führung.
Christopher Zeh (Mitte) brachte den SV Zweckel gegen die SpVgg Erkenschwick mit 1:0 in Führung.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
In der Fußball-Oberliga feierte der abstiegsbedrohte SV Zweckel einen überraschenden 2:1 (0:0)-Erfolg über die SpVgg Erkenschwick.

Gladbeck..  Der abstiegsbedrohte Oberligist SV Zweckel fuhr gegen den Tabellenfünfen SpVgg Erkenschwick einen überraschenden 2:1-Sieg ein. „Wenn man sich die zweite Halbzeit anguckt, war das auch hochverdient“, bilanzierte SVZ-Trainer Günter Appelt nach dem Abpfiff.

SV Zweckel -
SpVgg Erkenschwick 2:1 (0:0)

SV Zweckel: Grüger, Seidel, Kaminski, Sari (46. Tomanek), Kljajic, Titz, Issa (68. Yilmaz), Zeh, Trampe, Ucar, Ersoy (88. Höner)

Tore: 1:0 Zeh (60.), 2:0 Ersoy (65.), 2:1 Oerterer (90.+ 1, Foulelfmeter).

Zeh erzielt die Führung

Die Betonung des Übungsleiters lag dabei auf der zweiten Hälfte. Denn in den ersten 45 Minuten sah es nicht so aus, als ob der SVZ gegen Erkenschwick etwas Zählbares würde holen können. Bis zur Pause konnten die Gastgeber nämlich keinen einzigen gefährlichen Torschuss verbuchen.

Die Gäste schafften es immerhin nach einer knappen halben Stunde vor den Zweckeler Kasten: Erkenschwicks Toptorjäger Stefan Oerterer verfehlte nach einer scharfen Hereingabe nur um Zentimeter die Latte.

Nach 49 Minuten dann endlich die erste gute Möglichkeit für Zweckel: Can Ucar zog aus rund 25 Metern Distanz ab, verfehlte allerdings den Pfosten um rund einen Meter. Die Chance war allerdings der Start einer unerwarteten SVZ-Drangphase - immer wieder und immer gefährlicher näherten sich die Gladbecker Kicker nun dem Kasten der Gäste.

Gekrönt wurde das Pressing der Zweckler von einer starken Einzelaktion: Der defensive Mittelfeldakteur Christopher Zeh dribbelte sich über die linke Seite an zwei Abwehrmännern vorbei und schob abschließend das Leder eiskalt zum 1:0 in die Maschen.

Nur fünf Minuten später fand ein langer Ball von Ucar mit Jan Trampe rund sieben Meter vor dem Tor der Gäste einen völlig freistehenden Abnehmer. Per Kopf beförderte der SVZ-Kapitän die Kugel noch einmal quer durch den Strafraum zu Seyit Ersoy, der souverän zum 2:0 einnickte und seine Teamkollegen euphorisch jubeln ließ.

Wenn die Gäste mal gefährlich wurden, dann durch Oerterer, der auf sein 25. Saisontor brannte. Zwei Minuten nach Ersoys Treffer verhinderte SVZ-Torhüter Dennis Grüger im letzten Moment den Anschlusstreffer, als Oerterer aus der Drehung den Abschluss suchte. Als Abwehrmann Christian Kaminski in der Nachspielzeit seinen Gegenspieler im Strafraum zu Fall brachte, war auch Grüger machtlos: Oerterer trat zum Elfmeter an und zimmerte das Leder kaltschnäuzig ins Eck.

2:1 - Déjà vu für den SVZ? Die Grünhemden hatten in der Hinrunde gegen Ennepetal (2:2) schon mal eine 2:0-Führung in der Nachspielzeit hergegeben. Und auch die Gäste aus Erkenschwick machten noch einmal mächtig Druck - jedoch ohne Erfolg. „Typisch. Am Ende kommen wir ja immer noch mal ins Schwitzen“, kommentierte Appelt schmunzelnd.