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SV Zweckel - Sieg und Lob vom Gegner

21.10.2012 | 20:39 Uhr
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SV Zweckel - Sieg und Lob vom Gegner
Abdrehen zum Jubeln: Jan Trampe schießt kurz vor dem Abpfiff das 3:1 für Zweckel und machte damit alles klar.Foto: Dirk Bauer

Gladbeck.   Der SV Zweckel beweist beim 3:1 über den TuS Erndtebrück II seine Klasse.

Der SV Zweckel setzt seine Erfolgsserie fort. Am zehnten Spieltag setzte sich der Westfalenliga-Aufsteiger aus Gladbeck vor heimischer Kulissen gegen die Reserve des TuS Erndtebrück durch. 3:1 (0:0) lautete das deutliche Endergebnis nach 90 Minuten, in denen sich die von Günter Appelt trainierten Gastgeber zunächst in Geduld üben mussten.

SV Zweckel - TuS Erndtebrück II 3:1 (0:0)

Tore: 1:0 Koch (56., FE), 2:0 Schmidt (63.), 2:1 (80.), 3:1 Trampe (85.).

SVZ: Grüger, Cakiroglu, Kaminski, Koch, Ucar (74. J. Poloczek), Sabellek (78. Bertram), M. Poloczek, Trampe, Schmidt, Krawietz, Leifgen (70. Yigit).

Nach nun vier Siegen aus den letzten fünf Partien meldet der SV Zweckel ernsthafte Ansprüche an, zum Saisonende einen der ersten sechs Plätze und damit einen Oberliga-Aufstiegs-Platz zu belegen. Mit nun 19 Punkten klettert der Aufsteiger aus dem Gladbecker Norden vorerst auf Platz zwei. Erndtebrücks Trainer Michael Müller zollte der Appelt-Elf nach dem Abpfiff höchste Anerkennung: „Gehobenen Fußball“ habe er an der Dorstener Straße geboten bekommen, den derzeit „mit Abstand“ besten der Liga.

Der FC Brünninghausen, der infolge einer früheren Spielverlegung am Sonntag nicht im Einsatz war, bleibt mit 23 Zählern weiterhin unangefochtener Spitzenreiter. Die Dortmunder Dominanz könnte dabei schon am kommenden Spieltag spürbar schrumpfen, oder aber noch erdrückender werden – wenn der FC zum Spitzenspiel den SVZ empfängt.

Doch damit aus dem sonntäglichen Treffen mit dem Liga-Primus überhaupt ein Spitzentreffen werden konnte, galt es für Zweckel zunächst einmal die Hürde Erndtebrück zu überwinden. Sie sollte sich nicht als allzu hoch erweisen – auch wenn sich die Platzherren fast eine Stunde lang an der tiefstehenden und äußerst vielbeinigen Defensive der Siegener die Zähne ausbissen. „Wir hatten Mühe, Chancen zu kreieren“, stellte auch Appelt fest.

„In der Pause habe ich den Jungs gesagt: geduldig bleiben, das Spiel verlagern, schnell spielen, Druck machen.“ Dann würde die Erndtebrücker Reserve, die mit nun 28 Gegentreffern die undichteste Abwehr der Liga stellt, schon nachlassen. Der Zweckeler Übungsleiter sollte Recht behalten: In Spielminute 56 trat Jonas Schmidt an, zog in den Strafraum ein und wurde von den Beinen geholt: Elfmeter. Andre Koch traf zum überfälligen 1:0. Appelt: „Da war der Bann gebrochen.“ Dass Jonas Schmidt seine Leistung mit einer ganz starken Einzelaktion zum 2:0 in der 63. Minute krönte, betrachtete sein Trainer als „sehr wichtig“.

Tatsächlich sollte der Zweckeler Zwei-Tore-Vorsprung noch einmal immens an Bedeutung gewinnen, als nämlich Gästestürmer Patrick Diehl nach einem der spärlichen Erndtebrücker Angriffe zum 1:2-Anschlusstreffer einnetzte (73.). „Das darf nicht mehr passieren“, bemängelte Appelt, der aber auch klarstellte: „Wir haben uns fußballerisch weiterentwickelt.“ Zum Beispiel mit einem Markus Krawietz, der zuvor zwar eine der vielen guten Gelegenheiten zum vorentscheidenden 3:0 liegen gelassen hatte, dann aber entscheidend auflegte – für Jan Trampe, der in Minute 85 mit seinem Treffer zum 3:1 einen „mehr als verdienten Sieg“ (Appelt) unter Dach und Fach brachte.

Marcel Krischik

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