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SV Zweckel ist heiß auf Wickede

17.08.2012 | 16:43 Uhr
SV Zweckel ist heiß auf Wickede
Nico Striewe (rechts) und der SVZ empfangen den BV Westfalia Wickede an der Dorstener Straße.Foto: Thomas Schmidtke

Gladbeck.   Der SV Zweckel will sein erstes Heimspiel in der Westfalenliga unbedingt gewinnen. Die Grünhemden aus Gladbeck empfangen am Sonntag, 19. August, um 15 Uhr den BV Westfalia Wickede an der Dorstener Straße.

Am ersten Spieltag der Westfalenliga-Saison empfängt Aufsteiger SV Zweckel an der Dorstener Straße den Vorjahres-Siebten BV Westfalia Wickede. Los geht’s am Sonntag, 19. August, um 15 Uhr.

Im Zuge der Saisonvorbereitung stellte der Traditionsklub aus dem Gladbecker Norden mehr als einmal unter Beweis, dass die neue Spielklasse keine ist, in der die von Günter Appelt trainierten Grünhemden mit der Rolle des Aufsteigers auch zwangsweise die Rolle des Außenseiters übernehmen werden. Da gab es eine knappe Niederlage gegen den Niederrhein-Oberligisten ETB SW Essen sowie ein Sieg über Essens Ligakonkurrenten SV Uedesheim. Da gab es ein Remis nach 0:2-Rückstand gegen den Neu-Regionalligisten VfB Hüls, und natürlich den Einzug in die zweite Runde des Verbandspokals durch einen 3:1-Erfolg über den Oberligisten TuS Heven 09.

Appelt hat die Qual der Wahl

Gegen Westfalia Wickede sollen nun die ersten drei Punkte her, so viel steht fest. „Wir wollen unbedingt gewinnen“, sagt Appelt, „wir haben alles dafür getan.“ In einer „sehr ausgeglichenen Liga“ sei es nämlich „unheimlich wichtig, gut aus den Startlöchern zu kommen“ .Für den SVZ-Trainer gilt dabei wie immer: „Wir machen unser Spiel, auf den Gegner nehmen wir wenig Rücksicht.“ Die Eingespieltheit der Elf aus Wickede sei allerdings nicht zu unterschätzen. Appelt traut der Westfalia zu, „wieder eine gute Rolle zu spielen“.

In Wickede gebe man sich mit einer Platzierung „irgendwo zwischen drei und zehn“ zufrieden. Das sagt Marko Schott, der Trainer der Westfalia. Nach dem siebten Platz in der Vorsaison, in der man die Aufstiegsplätze lange Zeit in Reichweite wähnen durfte, und dem Gewinn der Hallen-Stadtmeisterschaften habe man zwar gezeigt, dass man auch im zweiten Jahr in die Westfalenliga gehöre. „Aber wir bleiben auf dem Boden“, so Schott. Er tut gut daran, denn die Defensivarbeit, räumt der Übungsleiter der Westfalia ein, sei noch verbesserungswürdig. Ebenso die Umstellung auf Schotts angedachtes Spielsystem. Den offensiv starken Gladbeckern sollte dieser Umstand in die Karten spielen.

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Zu mehr Stabilität im Wickeder Abwehrzentrum soll Danny Baron verhelfen. Der 27-jährige Innenverteidiger spielte in der vergangenen Saison noch für den Hombrucher SV – und dürfte somit nur zu gut wissen, was ihn in Zweckel erwartet: Der SVZ entschied in der abgelaufenen Landesliga-Spielzeit beide Begegnungen mit Hombruch für sich. Einmal hieß es 1:0, einmal 5:2. Dass der Westfalia-Coach in Christopher Kruse, aus Brambauer gekommen, auf seinen etatmäßigen Linksverteidiger verzichten muss, dürfte Barons neue Aufgabe im Schott-Team, das unlängst im Finale des Hellweg-Cups überraschend dem Bezirksligisten SV Brackel unterlag, nicht gerade leichter machen.

Auch Günter Appelt steht bei der Besetzung seiner Startelf vor keiner leichten Aufgabe. Doch anders als sein Kollege auf der Gegenseite sieht sich der Zweckeler Trainer fast schon einem Überangebot an Optionen personeller Art gegenüber. Auch wenn Appelt gegen Wickede in der Offensive verletzungsbedingt auf Markus Krawietz und Laurits Leifgen verzichten muss: Nicht zuletzt der von Erfolg gekrönte Doppel-Auftritt bei den Stadtmeisterschaften und im Westfalenpokal zeigte, wie gut der Westfalenliga-Neuling aus Gladbeck in der Breite aufgestellt scheint.

Auffällig war, dass im Pokalspiel gegen den TuS Heven bis auf Serdar Yigit und Markus Krawietz nur Spieler in der Anfangsformation standen, die auch schon der Aufstiegself angehörten. „Ich schenke den Alteingesessenen gerne das Vertrauen“, sagt dazu Appelt, der beim Blick auf die mögliche Aufstellung nach eigener Aussage dennoch vor der Qual der Wahl stehe. Es sei zwar schade, dass noch nicht alle Akteure ausnahmslos bei 100 Prozent seien. Doch unterm Strich steht: „Auch unsere Zugänge, darunter viele unserer jungen Spieler, haben im Laufe der Vorbereitung ihre Möglichkeiten bekommen und überzeugt.“

Marcel Krischik

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