SV Zweckel II verteidigt die Hallenkrone

Die Zweitvertretung des SV Zweckel ist Hallen-Stadtmeister der Reserveteams. Im Finale gegen SG Preußen IV setzten sich die Grünhemden mit 3:1 gegen die Überraschungsmannschaft des Turniers durch und feierten damit wie im vergangenen Jahr den Titelgewinn.

Glücklose Preußen - eiskalter SVZ

Von Beginn an war es ein Finale auf Augenhöhe: SGP-Stürmer Michael Rudolf hatte die erste Chance für Schwarz-Gelb, doch der Zweckeler Schlussmann Christian Scheuplein war auf der Hut. Der SVZ machte es auf der Gegenseite besser. Emre Alkac traf zum 1:0 (7.). In der Folge wurde es hitzig: Scheuplein sah nach einer Grätsche außerhalb seines Strafraums Rot. Eine harte und umstrittene Entscheidung.

Die Preußen spielten nun drei Minuten in Überzahl, doch ein Tor gelang der Mannschaft von Daniel Thiele nicht. Die Schwarz-Gelben trafen alles, nur das Tor nicht. Und wer bekanntlich vorne die Dinger nicht macht, kassiert sie hinten. In Halbzeit zwei schraubte David Glugla das Ergebnis auf 2:0 (13.). Die Viertvertretung von SGP kämpfte, doch die Schüsse von Jan Kaiser und Dennis Wroblewski blieben erfolglos. Am Ende ließ auch die Kondition der Kreisliga-Veteranen nach, so dass die Jungspunde des SVZ eiskalt zuschlagen konnten: Benjamin Flohr machte mit dem dritten Treffer für den SVZ alles klar (15.). Der Anschlusstreffer von Daniel Peschke zum 3:1 war nur noch für die Statistik (20.).

„Wir sind ohne Niederlage durch das Turnier gegangen, aber ich muss zugeben, dass es gerade in diesem Finale Spitz auf Knopf stand. Kleinigkeiten haben entschieden“, analysierte SVZ-Coach Sören Schürer, der den Gegner von Beginn an auf dem Zettel hatte. SGP-Trainer Daniel Thiele bemängelte nach dem Endspiel fehlendes Glück. „Zweckel war nicht besser als wir“, erklärte er zerknirscht. „Wir hätten den Sieg verdient gehabt.“ Doch Thiele ließ sich nicht unterkriegen: „Im nächsten Jahr kommen wir wieder und gewinnen dann.“

Dass die „Vierte“ der Preußen es bis ins Finale geschafft hat, war eine dicke Überraschung. Trotz des verlorenes Finals konnte Thiele stolz auf seine Schützlinge sein. Gleich gegen zwei A-Ligisten setzte sich die Mannschaft in der Zwischenrunde durch: Die Zweitvertretung der SGP (2:0) und auch das Reserveteam des BV Rentfort mussten der Thiele-Truppe auf dem Weg ins Halbfinale weichen. Und auch die eigene Drittvertretung war beim 5:1 im Semifinale schlicht und ergreifend chancenlos.

Preußen ließen es krachen

Entsprechend wurde nicht nur der Titelgewinn der Erstmannschaft der Preußen am Abend gefeiert, sondern auch ein starkes Turnier der Viertvertretung. Gemeinsam ließ man es im Vereinsheim an der Konrad-Adenauer-Allee krachen. Dort schaute auch André Marcussen, der Trainer der ersten Mannschaft, noch einmal zurück. „Wir haben uns über die ganze Spielzeit absolut diszipliniert gezeigt“, lobte Marcussen, der aber zugab, dass der Titel für ihn nur zweitrangig ist: „Ich hoffe, dass auch unser Finalgegner Zweckel, ebenso wie wir, die Klasse halten kann. Für den Fußball in Gladbeck wäre es enorm wichtig, wenn zwei Mannschaften in höheren Ligen spielen.“

Der Vereinsvorsitzende der Preußen, Gerd Porsch, lobte die Leistung „seines“ Teams: „Damit konnte man nicht rechnen“, so der SGP-Chef. „Die Mannschaft hat sich hervorragend präsentiert. So stelle ich mir das auch in der Bezirksliga vor.“ In dieser befinden sich die Gladbecker bekanntlich im tiefsten Abstiegskampf und belegen den vorletzten Rang. „Ich hoffe, wir nehmen diesen Erfolg und Schwung mit in die Rückrunde“, sagte André Marcussen.