SV Gladbeck 13 bekleckert sich im Derby nicht mit Ruhm

Die Zweitvertretung des VfL Gladbeck - das Bild zeigt David Mecking - verkaufte sich gegen den SV 13 teuer.
Die Zweitvertretung des VfL Gladbeck - das Bild zeigt David Mecking - verkaufte sich gegen den SV 13 teuer.
Foto: T. Gerlang
Was wir bereits wissen
Die Wasserballer des SV Gladbeck 13 quälten sich im Derby der Bezirksklasse gegen den VfL Gladbeck II zu einem 9:7-Erfolg.

Gladbeck..  Auch das zweite Derby in der Wasserball-Bezirksklasse ging an den SV Gladbeck 13. Beim 9:7-Erfolg des Schwimmvereins über die Zweitvertretung des VfL Gladbeck bekleckerte sich der Gewinner aber nicht gerade mit Ruhm.

Die 13-er erreichten zu keiner Zeit ihr Leistungsvermögen und lagen, weil der Lokalrivale die Abwehrfehler konsequent nutzte, zwischenzeitlich sogar mit 5:6 zurück. „Nur durch die insgesamt sechs Treffer von Timm Schaeper konnten wir das Spiel schlussendlich mit 9:7-Toren für uns entscheiden“, so Dr. Helmut Wiegmann, der Wasserballwart des SV Gladbeck 13.

Der VfL sah sich laut Sprecher Torsten Gerlang in der Rolle des Davids. Und in dieser fühlten sich die VfL-er offenbar sehr wohl. Gerlang: „Mit Spielbeginn zeigte der VfL, dass David Goliath durchaus besiegen kann.“ Das erste Anschwimmen gewann Stefan Grewer souverän für die Gastgeber und ermöglichte dem VfL den ersten Angriff.

Ungeachtet dessen ging der SV 13 in Führung. Die Roten kämpften - mit Erfolg. Zum Ende der Halbzeit hatte der VfL die Situation wieder im Griff und es ging mit einem 3:3 in die Pause. Die Zuschauer in der Traglufthalle an der Schützenstraße fragten sich spätestens zu diesem Zeitpunkt, ob es wohl eine Überraschung geben würde?

Im weiteren Spielverlauf scheiterte das Team des Außenseiters mehr als einmal an Routinier und Abwehrspezialist Golo Wiegmann, während auf der anderen Seite VfL-Torwart Jens Miedlich immer wieder zur Stelle war.

Nach 20 Minuten glückte der Zweitvertretung des VfL schließlich durch Johannes Grewer das 6:5. Der Underdog lag tatsächlich in Führung. Aber noch war die Partie ja nicht beendet. Der SV 13 aktivierte im letzten Viertel noch einmal alle Kraftreserven. Ungeachtet dessen dauerte es fast sechs Minuten, ehe dem Team der Ausgleich glückte. Ein echter Wirkungstreffer, der VfL wankte . . . und fiel. Tim Schaeper erzielte in der Folge drei Tore, so dass der Favorit mit 9:6 in Führung ging. Manuel Mackiewicz verkürzte zwar noch einmal auf 7:9, aber dabei blieb es, so dass der SV 13 die Punkte wie erwartet auf seiner Habenseite verbuchen konnte.

Torsten Gerlang kommentierte: „Spielerisch hatte 13 einfach die besseren Leute an Bord. Als Mannschaft hatte der VfL jedoch besser funktioniert und zumindest einen der wohl spannendsten Wettkämpfe der laufenden Saison geliefert.“

Das erste Bezirksklassen-Derby gegen die erste Mannschaft des VfL Gladbeck hatte der SV 13 Mitte des vergangenen Monats deutlich mit 18:2 gewonnen. Seinerzeit hatte Dr. Wiegmann gesagt, er rechne im Spiel gegen die Zweitvertretung des VfL mit mehr Gegenwehr, weil das „die vermeintlich stärkere Auswahl“ darstelle.