SV 13-Triathleten starten in die neue Saison

Während sich Triathlet Frank Wiedenhöfer derzeit auf die Weltmeisterschaft vorbereitet, gaben die Damen des SV 13 nun in Gütersloh ihren Regionalliga-Einstand und sorgten für Staunen bei der Konkurrenz.

Standortbestimmung St. Pölten

Ein wenig nervös war Frank Wiedenhöfer schon vor seinem ersten Triathlon der Saison. Der Triathlet des SV 13, der sich bereits im letzten Jahr für die Weltmeisterschaften in Zell am See über die Mitteldistanz qualifiziert hat, nutzte St. Pölten in Österreich nun zur Standortbestimmung. Ca. 4.000 Radkilometer hat der Feuerwehrmann bereits auf dem Rad bei Wind und Wetter im Münsterland und im Bergischen als auch auf Mallorca und in Andalusien gesammelt. Dazu kommen rund 1.000 Laufkilometer, die die Grundlagen für das kommende Aufbautraining bilden. Ausgezahlt haben sich die Anstrengungen bereits. In St. Pölten zeigt der zehnte Rang eine gute Frühform und dass Wiedenhöfer absolut im Plan liegt.

„Es war schon ein kurioser Schwimmparcours, der mich erwartete“, zeigte sich Wiedenhöfer überrascht. Gleich durch zwei Seen wurde geschwommen, die wiederum von einer ca. 400 m langen „Laufbrücke“ unterbrochen wurden. Wiedenhöfer verließ nach 1.900 m die 18 Grad „warme“ Schwimmstrecke endgültig und schwang sich als zweiter seiner Altersklasse nach 29 Minuten auf das Rad. Rund 300 Teilnehmer in seiner Altersklasse kämpften noch um Tickets für die Weltmeisterschaften. Dieses hat der heimische Triathlet bekanntlich schon sicher ist. Auf der Radstrecke, die 90 km über eine abgesperrte Autobahn und Bundesstraßen verlief, büßte der Gladbecker einen Platz ein. „Dass ich beim Laufen Federn lasse, war mir klar. Es ist meine schlechteste Disziplin. An ein richtig schnelles Laufen war nicht zu denken. Aber ‘ne 1:35 (Eine Stunde und 35 Minuten, Anm. d. Red.) ist für den Halbmarathon völlig in Ordnung.“ In der Gesamtwertung belegte Wiedenhöfer den 221. Platz, in seiner Altersklasse den 10. Rang. „Nun weiß ich, wo ich im internationalen Light-Vergleich stehe und zwar gar nicht schlecht.“

Damen-Trio feiert Traum-Einstand

„Seniorenmannschaft oder Einstieg in die offene Altersklasse, das war zu Beginn des Jahres die Frage“, erklärte Nicole Oberhagemann von SV 13 Triathlon-Damen und sieht sich nun bestätigt. Sie meldete das Team eben nicht bei den Seniorinnen, sondern in der offenen Regionalliga an: „Die Mehrzahl der Teamdamen sind zwar über 35 Jahre, aber im letzten Jahr hatten wir Probleme, die Mannschaften an den Start zu bekommen. Nun sind wir froh, auch die jüngeren Triathletinnen bei uns einbauen zu können.“

Der Auftakt begann indes vielversprechend. In Gütersloh hatten alle Damen einen Sprintparcours zu absolvieren, der es mit kühlen Temperaturen, einer windig-kraftraubenden Rad- und einer „eckigen“ Laufstrecke in sich hatte. Nach 500 m Schwimmen im Freibad und 20 km Radausfahrt auf einer eher flachen und schnellen Strecke, standen noch fünf Kilometer Laufen an. Mit Vera Lang, Nicole Oberhagemann und Daniela Kruse feierten alle drei Damen des SV 13 ihre Premiere in der Regionalliga. Besonders Vera Lang stach aus dem Trio hervor. Sie wurde in der Gesamtwertung Dritte und verhalf der Mannschaft zu einem tollen fünften Rang in der Teamwertung. Damit hatte vorab niemand gerechnet: „Da gab es einige erstaunte Blicke und mancher fragte sich, wo diese Gladbeckerinnen auf einmal herkommen“, freute sich Oberhagemann. „In der Regionalliga tummeln sich 25 Mannschaften und dort auf Anhieb zu den besten 20 Prozent zu gehören überrascht uns schon sehr. Mal sehen, ob wir so einen Coup wiederholen können.“

Im freien Feld hatten die Damen noch eine weitere starke Frau am Start. Die „Ersatzdame“ Britta Falkenstein startete über die Kurzdistanz - 1.000 m Schwimmen, 40 km Rad und zehn Kilometer Laufen - und belegte einen beachtlichen siebten Rang. Ihre Zeit von 2:22:57 Stunden konnte sich wahrlich sehen lassen.