Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Motorsport

Start beim „Race 4 Hospiz“

31.01.2013 | 18:00 Uhr
Start beim „Race 4 Hospiz“
Der Gladbecker Motorsportler Dominik Grudzien nimmt am „Race 4 Hospiz“ in Essen teil.Foto: Privat

Gladbeck.   Der Gladbecker Motorsportler Dominik Grudzien steigt für einen guten Zweck mal wieder ins Kart: Der 19-Jährige nimmt am 23.Februar am „Race 4 Hospiz“ in Essen teil. Der Erlös geht ans Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe.

19 ist ein wunderbares, ein magisches Alter. Sagt Stephen King. Der amerikanische Bestseller-Autor erinnert sich in einem kurzen Essay zurück und kommt im Angesicht seines eigenen Draufgängertums, seiner jungenhaften Risikofreude zu dem Schluss, dass man - frei übersetzt - mit 19 mal so richtig aufs Gas treten sollte. Dominik Grudzien, Rennfahrer aus Gladbeck, ist 19 Jahre jung und kommt der Aufforderung des Meisters der schreibenden Zunft gerne nach. Er steht in den Startlöchern seiner Karriere, die eigene Zukunft in der benzin- und adrenalingetränkten Welt des Motorsports fest im Blick.

Im Kinder- und Jugendhospiz Balthasar in Olpe leben junge, unheilbar kranke, dem Tode geweihte Menschen. Ihre Zukunft ist bestenfalls überschaubar, die der Angehörigen kaum fassbar. Für diese Menschen setzt sich der Gladbecker am 23. Februar mit seinen Kollegen vom „Eifelkind Racing Team“ ins Kart. Für den guten Zweck beim „Race 4 Hospiz“ auf der „Daytona“-Kartbahn in Essen.

Neun Stunden lang werden sich Profi- wie Hobbypiloten bei der vierten Auflage des Essener Rennspektakels in ihren wendigen Rennschüsseln duellieren, 320 bis 340 Runden werden wohl zusammenkommen. Das sagen die Experten, die Motorsportfreunde Bochum, die den Kart-Marathon für die gute Sache im Jahr 2010 ins Leben riefen und sich dabei mittlerweile auch der Unterstützung aus der am Nürburgring heimischen VLN- und RNC-Rennserie sicher sein dürfen.

Sämtliche Erlöse kommen der Kinder- und Jugendhospizstiftung zugute, die seit mehr als zehn Jahren Familien auf dem Weg von der Diagnose bis zum Tag des Todes und darüber hinaus begleitet. „Das ist auch der Hauptgrund, warum ich mal wieder ins Kart steige“, sagt Grudzien.

Viele prominente Förderer

Eine gute Idee hat er auch. „Wir haben überlegt, dass pro gefahrene Runde ein kleiner Betrag gespendet werden kann. Zehn Cent, 50 Cent, das ist nicht so wichtig. Ich denke, es werden sich einige Leute finden, die so eine tolle Aktion, wie ich finde, bestimmt gern unterstützen würden.“

Der Schauspieler Christoph Maria Herbst, wohl am besten bekannt als „Stromberg“ aus der gleichnamigen TV-Serie und neben Birgit Schrowange, Katja Riemann oder Rolf Zuckowski einer von vielen prominenten Förderern des Hospiz Balthasar, sagte nach einem Besuch in Olpe: „Hier spürt man das pralle Leben und es wird einem so leicht gemacht, das Leben und nicht die Krankheit in den Vordergrund zu stellen.“ Jeden Euro, den Grudzien und seine Kollegen beim „Race 4 Hospiz“ erfahren, macht es noch ein wenig leichter.

Marcel Krischik

Empfehlen
Themenseiten
Lesen Sie auch
Kommentare
Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7545246/create

Fotos und Videos
10. Borsig Meeting
Bildgalerie
Leichtathletik
Vivawest-Marathon 2013
Bildgalerie
Sport
Kreisliga B , Westfalen
Bildgalerie
Fußball
VFL-Reserve-Westf.Herne
Bildgalerie
Handball Kreispokal
Aus dem Ressort
Der Aufstiegs-Check zur Oberliga
Fußball
Drei Spieltage stehen in der Fußball-Westfalenliga 2 noch aus, das Rennen um den Oberliga-Aufstieg ist weiterhin völlig offen. Wir nehmen die Spitzenteams aus Wickede, Brünninghausen und Zweckel und ihr Restprogramm unter die Lupe.
Wiedenhöfer belegt auf Mallorca Rang elf
Triathlon
Frank Wiedenhöfer, Triathlet des SV Gladbeck 13, sicherte sich in Alcudia/Mallorca dank hervorragender Renneinteilung Rang elf in der Altersklasse der 45- bis 49-Jährigen (287. Rang im Feld aller rund 3000 Teilnehmer).