Stadtsportverband Gladbeck - Frauenpower mit Bader

Was wir bereits wissen
Im Stadtsportverband Gladbeck ist Martina Bader Nachfolgerin von Helga Kinner als Chefin des Frauenbeirats geworden.

Gladbeck..  Martina Bader ist im Stadtsportverband Nachfolgerin von Helga Kinner als Chefin des Frauenbeirates geworden. Kinner stellte ihr Amt nach 32 Jahren zur Verfügung.

Dem Wechsel in der Führung folgt auch eine weitere personelle Änderung: Renate Wehling wurde zur stellvertretenden Frauenwartin gewählt. Außerdem gehören dem Frauenbeirat Helga Barczik, Christa Oehmke, Monika Bader und Brigitte Frericks-Bösch an. Helga Kinner wurde zur Ehren-Vorsitzenden des Frauenbeirates ernannt und wird ihrer Nachfolgerin mit Kenntnissen und Erfahrungen unterstützend zur Seite stehen.

Erprobte Ehrenamtlerin

„Wir vertreten etwa 8000 Frauen, die sich einem Sportverein angeschlossen haben“, sagt Martina Bader (47), „wir haben schon viele gemeinsame Erfahrungen.“ Was ja schon eine gute Voraussetzung für die Aufgabe als Nachfolgerin von Helga Kinner ist. Was sie erwartet, kann sich die erprobte Ehrenamtlerin gut vorstellen. Hat sie doch ihre Laufbahn im Sport-Ehrenamt im TV Einigkeit Gladbeck gestartet, einem Verein, in dessen Vorstand ausschließlich Frauen die Verantwortung tragen. Sie ist also in Sachen Frauenpower bestens geschult.

„Die große Verantwortung ist eine Herausforderung, der ich mit dem gebotenen Respekt, aber auch mit Selbstbewusstsein entgegen sehe“, sagt die neue Chefin des Gladbecker Frauensports. Bange machen vor viel Arbeit lässt sie sich nicht, sie ist es gewohnt, neue Aufgaben anzupacken, und setzt auf Kommunikation mit den Frauen im organisierten Sport.

Diese traditionelle Frauenpower im Gladbecker Sport ist ganz im Sinne des Stadtsportverbandes, der sich darüber freut, dass auch die anderen Mitglieder im Frauenbeirat durch die praktische Arbeit in den vergangenen Jahren bestens bekannt sind. „Ohne die Unterstützung des Frauenbeirates wären Großveranstaltungen wie der Internationale Bürgermeister-Cup, der Jugendsportpreis, die ELE-Familiade und die internationalen Begegnungen nicht denkbar“, heißt es in einer aktuellen Mitteilung des Stadtsportverbandes.

Das Wirken von Helga Kinner hat in Gladbeck nachhaltige Spuren hinterlassen. Sie stand und steht für soziales Wirken, Handeln und für Hilfsbereitschaft. Helga Kinner war über drei Jahrzehnte das Sprachrohr der Frauen im organisierten Sport in Gladbeck und entwickelte und gestaltete immer wieder neue Trends, vor allem im Gesundheitssport.

Seit 1983 war sie ehrenamtlich als Vorsitzende des Frauenbeirates im Stadtsportverband aktiv. Ihre Aufgabe hat Helga Kinner immer darin gesehen, allen Frauen den Weg in die Sportvereine zu öffnen und Angebote zu schaffen, die es jeder Altersgruppe ermöglichen, sich am Wohnort sportlich zu betätigen und am Vereinsleben teilzunehmen sowie den Frauen in den Gremien des organisierten Sports Gehör zu verschaffen.

Ihren Schwerpunkt legte sie dabei auf den Gesundheitssport. Mit Informationsveranstaltungen, Lehrgängen und Kursangeboten hat sie die Vereine für die Wirbelsäulengymnastik sensibilisiert. 1986 wurde auf ihre Initiative das Projekt „Bewegung, Spiel und Sport in der Krebsnachsorge“ entwickelt und ins Leben gerufen. Ihr Hauptaugenmerk lag auf der Begleitung der brustkrebsoperierten Frauen in dieser schwierigen Lebensphase. 1990 folgte das Projekt „Bewegung, Spiel und Sport bei Diabetes“. 2005 hat Helga Kinner in enger Kooperation mit der Gleichstellungsbeauftragten der Stadt ein weiteres wichtiges Großprojekt in Angriff genommen: „Gemeinsam gegen sexuelle Übergriffe gegen Mädchen und Jungen im Sport“.

Für ihre Verdienste um den Sport erhielt Helga Kinner die Ehrenplakette und die Sportplakette der Stadt Gladbeck in Gold. Als Vertreterin des Landessportbundes NRW wurde sie darüber hinaus bereits zwei Mal zum Empfang des Bundespräsidenten eingeladen.