Sprinttalente überzeugen beim Borsig-Meeting in Gladbeck

Vor allem die Sprint-Wettbewerbe standen beim Borsig-Meeting des TV Gladbeck im Fokus.
Vor allem die Sprint-Wettbewerbe standen beim Borsig-Meeting des TV Gladbeck im Fokus.
Foto: FUNKE Foto Services
Was wir bereits wissen
Bei der 12. Auflage des Borsig-Meetings des TV Gladbeck überzeugten vor allem Nachwuchssprinter, allen voran die Wattenscheiderin Keshia Kwadwo.

Gladbeck..  Das Borsig-Meeting wird traditionell gerne von Sprinterinnen und Sprintern besucht. Die Piste im Wittringer Stadion gilt nämlich als schnell. Dieses Mal trumpfe beim Pfingstsportfest des TV Gladbeck der Nachwuchs groß auf. In klasse Form präsentierte sich insbesondere Keshia Kwadwo vom TV Wattenscheid.

In 11,73 Sekunden unterbot das Talent im Vorlauf über 100m die Norm für die U18-Weltmeisterschaft in Kolumbien. Im Finale trommelte Kwadwo die 100m noch einmal in 11,86 Sek. herunter. Keshia Kwadwo war damit sogar schneller unterwegs als ihre älteren Kolleginnen, obwohl auch diese top Leistungen anboten. Chantal Butzek etwa, die für den LC Paderborn startet, knackte über 100m die Norm von 11,80 Sek. für die U20-Europameisterschaft in Schweden. Nach 11,74 Sek. erreichte sie in ihrem Vorlauf das Ziel. Den Endlauf gewann sie schließlich in 11,81 Sekunden.

Die deutschen Top-Sprinterinnen und –Sprinter, die am Pfingstsamstag den Weg nach Wittringen gefunden hatte, litten alle noch ein wenig an einem Jet-Lag, wie die ehemalige Schnellläuferin des TV Gladbeck, Christina Haack (TV Wattenscheid), Meeting-Chef Heiner Preute verriet. Kein Wunder, sie waren nämlich gerade erst aus einem Trainingslager in Übersee zurückgekehrt. Ungeachtet dessen setzte sich Haack, Mitglied der deutschen 4x200m-Staffel, die bei den Staffel-Weltmeisterschaften auf den Bahamas die Bronzemedaille gewann, über 200m in 24,27 Sek. durch. Über 100m gewann bei den Frauen Inna Weit vom LC Paderborn. Sie gewann das Finale in 11,66 Sek. vor Haack, im Vorlauf war sie in 11,60 Sek. noch schneller gewesen.

Bei den Männern wurde der Wattenscheider Robin Erewa seiner Favoritenrolle gerecht. Über 100m setzte er sich in 10,55 Sek. zeitgleich mit seinem Vereinskameraden Maximilian Ruth durch, über 200m siegte Erewa am späten Abend bei vergleichsweise kühlen Temperaturen in 21,00 Sekunden. In den Staaten, bei deutlich besseren Bedingungen hatte er, wie berichtet, in 20,49 Sek. die Norm für die Weltmeisterschaften in Peking geknackt.