„Sport kommt bei den Ruhr-Games zu kurz“

1 Herr Kupke, Sie waren jahrelang Mitorganisator der Ruhrolympiade. Sind die Ruhr Games, die vom 3. - 6. Juni stattfinden, für Sie der legitime Nachfolger der Ruhrolympiade?

Ehrlich gesagt: Nein. Für mich sind die Ruhr-Games ein Jugend-Event mit Kultur-Charakter. Der Sport, der bei der Ruhrolympiade im Mittelpunkt stand, kommt da zu kurz. Ich habe nichts gegen ein solches Event, aber dann sollte man das Kind auch beim Namen nennen.

2 Sie sehen den Sport nicht genügend in den Vordergrund gestellt?

Richtig, deshalb bin ich auch skeptisch. Wenn man ein Sport-Event aufziehen möchte, dann sollte man auch den Landessportbund mit den untergeordneten Kreisen stärker ins Boot holen. Ehrlich gesagt, weiß ich nicht genau, was in manchen Städten passieren wird.

3 Was hätte im Vorfeld anders angegangen werden sollen?

Ich habe nichts gegen die Ruhr-Games. Ein Kultur-Event mit Sport, das aus Spenden finanziert wird, wäre eine tolle Sache. Das ist aber nicht so. Und wenn der Sport im Mittelpunkt stehen soll, dann sollte man die Akteure vor Ort stärker einbinden. Das ist bisher meiner Meinung nach nicht ausreichend geschehen.