Sieg in Gladbeck - Mindener Presse schwärmt von „Traumbesetzung“

Nils Torbrügge (Nr. 15) ist der Abwehrchef der Mindener Bundesliga-Handballer. In Gladbeck kam er in der GWD-Zweitvertretung zum Einsatz - und nahm es auch schon mal mit zwei VfL-ern (Thorben Mollenhauer und Marius Leibner) auf.
Nils Torbrügge (Nr. 15) ist der Abwehrchef der Mindener Bundesliga-Handballer. In Gladbeck kam er in der GWD-Zweitvertretung zum Einsatz - und nahm es auch schon mal mit zwei VfL-ern (Thorben Mollenhauer und Marius Leibner) auf.
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Was wir bereits wissen
Nach dem 36:28-Erfolg in der Dritten Handball-Liga beim VfL Gladbeck titelte das Mindener Tageblatt: „GWD II siegt mit Traumbesetzung“.

Gladbeck..  „GWD II siegt mit Traumbesetzung“, titelte das Mindener Tageblatt nach dem 36:28-Erfolg des TSV GWD Minden II in der Dritten Handball-Liga über den VfL Gladbeck in der Riesener-Halle. Die Begründung lieferte die Zeitung im Vorspann ihres Berichts: „Über solch eine starke Aufstellung verfügt GWD Mindens Reservetrainer Markus Ernst nicht alle Tage. Beim 36:28 (14:15)-Auswärtssieg beim VfL Gladbeck setzte der heimische Handball-Drittligist mit Nils Torbrügge, Yves Kunkel und Florian Freitag gleich drei Spieler aus dem Bundesliga-Kader ein.“

Während die Gladbecker also zum Rückrundenauftakt leer ausgingen, knöpfte einer ihrer Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt, der Neusser HV, in eigener Halle dem favorisierten Tabellenvierten Leichlinger TV einen Zähler ab. Der NHV hätte das Spiel, das 26:26 endete, auch gewinnen können. Zum einen führte das Team um den ehemaligen Gladbecker Christopher Klasmann 135 Sekunden vor dem Ende noch mit 26:24. Zum anderen bot sich den Neussern zwei Sekunden vor Schluss die Chance zum Siegtreffer. Bei dreifacher Überzahl kam Felix Handschke, der erst unmittelbar vor der Partie aus Duisburg zum NHV gewechselt war, an den Ball. Der Schuss des ehemaligen Essener Erstliga-Spielers wurde jedoch geblockt

Bester Neusser Akteur war gegen Leichlingen, das zuvor fünf Partien in Folge gewonnen hatte, Kapitän Thomas Bahn. Er erzielte sieben Treffer und verlängerte nach den umkämpften 60 Minuten seinen Vertrag.

Weil von den abstiegsbedrohten Teams nur Neuss und Gladbeck am vergangenen Wochenende spielten, gab es im unteren Tabellendrittel keine Veränderungen. Die Abstiegsplätze belegen nach wie vor die Aufsteiger HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (4:24-Punkte) und Soester TV (6:26) sowie der VfL Gummersbach II (8:22). Der VfL Gladbeck liegt mit nunmehr 13:19-Zählern weiterhin auf Rang elf, Neuss (12:20) ist Zwölfter.

Spannend geht es nach wie vor auch an der Spitze zu: Der TuS Ferndorf übernahm durch einen deutlichen 34:25-Erfolg im Südwestfalen-Derby gegen die SG Schalksmühle-Halver wieder die Tabellenführung. Die Westfälische Rundschau attestierte den Siegerländern eine „überragende erste Halbzeit“. Mit 18:7 lag der Gastgeber nach 30 Minuten vor 1000 Zuschauern in Führung. Alexander Koke, der Ferndorfer Spielmacher und achtfache Torschütze, sagte später: Wir sind hochmotiviert in dieses Derby gegangen, wir wollten uns für die Hinspielniederlage revanchieren.“

Schalksmühles Trainer Mathias Grasediek war dagegen restlos bedient. „Das“, so der Übungsleiter zur Leistung seiner Mannschaft, „war Oberliga, untere Hälfte. Lethargischer Mist war das. Gar nichts war das.“ Grasediek weiter: „Die Ferndorfer waren fokussiert und topfit – da habe ich bei keinem Spieler auch nur ein Gramm Fett gesehen, und wir . . . Das Schlimme ist: So etwas holst du nicht so schnell auf.“