Schmetternde Giganten aus Gladbeck

Der Rest war Jubel: Die Giants unmittelbar nach dem Gewinn der Vize-Meisterschaft im April.
Der Rest war Jubel: Die Giants unmittelbar nach dem Gewinn der Vize-Meisterschaft im April.
Foto: WAZFotoPool
Was wir bereits wissen
Die Giants des TV Gladbeck mischen die 2. Frauenvolleyball-Bundesliga auf und feiern ausgelassen die Vize-Meisterschaft.

Gladbeck..  Durch einen souveränen 3:0-Erfolg über die Stralsunder Wildcats sicherten sich die Giants des TV Gladbeck am Samstag, 12. April, in der Zweiten Frauenvolleyball-Bundesliga die Vizemeisterschaft. Sportlich hatte sich das Team damit sogar für die deutsche Eliteliga qualifiziert.

Der Bürgermeister öffnet die Börse

„Vizemeister, Vizemeister – hey, hey“, sangen die Fans, obwohl vorher schon feststand, dass der TVG auf das Abenteuer Erste Liga verzichten wird. 380 Zuschauer verwandelten die Artur-Schirrmacher-Halle nach der Partie gegen Stralsund in eine einzige Partyzone. Bürgermeister Ulrich Roland (SPD) gehörte dazu. Er war nach der Partie sichtlich angetan von den frisch gebackenen Vizemeisterinnen: „Es war nie langweilig und es hat richtig Spaß gemacht, dem Spiel zuzuschauen.“ Roland erinnerte an den schon einige Jahre zurückliegenden Regionalliga-Aufstieg und bekannte, längst Fan der Mannschaft geworden zu sein. „Selbstverständlich sind sie mir ans Herz gewachsen“, so Roland über die Giants. Er spendete 500 Euro für die anschließende Feier und gab ihnen noch folgenden Rat: „Genießt diesen Erfolg!“

Der Vorsitzende des TV Gladbeck, Karsten Krügerke, zeigte sich ebenfalls begeistert: „Die Mannschaft hat eine tolle Saison gespielt und sich super entwickelt.“ Über Trainer Uwe Wallenhorst, der erst kurz vor dem Beginn der nun abgeschlossenen Meisterschaftsrunde zum TVG kam, sagte Krügerke: „Was er aus der Mannschaft herausgekitzelt hat, ist toll.“

Warum die Blauhemden auf den Aufstieg verzichteten, erklärte Abteilungs-Geschäftsführer Andreas Packeisen: „Mit Platz zwei sind zwar die sportlichen Voraussetzungen gegeben, aber nicht die wirtschaftlichen. Wir brauchen aber beide Teile, um in der Ersten Liga spielen zu können, das ist die Realität, daran müssen wir uns orientieren.“ Er betonte aber auch, dass man sich mit der Ersten Liga beschäftigen werde: „Man muss zumindest den Mut haben, sich mit dem Thema zu befassen. Tatsache ist, dass die Erste Liga nur schwer zu schultern ist. Dafür braucht es eine Menge Unterstützung, wahrscheinlich aus der gesamten Region.“

Gesagt, getan: Für die nächste Saison nimmt der TVG am Vorlizenzierungsverfahren für die Erste Liga teil. Die Verantwortlichen um Packeisen erhoffen sich davon in ihrem Bemühen, die Arbeit der Abteilung weiter zu professionalisieren, neue Impulse.

Giants mischen wieder oben mit

Sportlich lief es in der Hinrunde der Saison 2014/2015 nach einem Stotterstart mit Heimniederlagen gegen den VfL Oythe und TSV Bayer Leverkusen erneut gut. Die Giants überwintern auf dem dritten Platz, und das in Schlagweite zu Spitzenreiter Oythe. „Das Ziel“, so Trainer Uwe Wallenhorst, „ist Platz eins. Das ist in der Rückrunde noch machbar und daher bin ich sehr optimistisch.“