Schießt Klasmann den VfL Gladbeck in die Oberliga?

Bis zum Jahre 2011 trug Christopher Klasmann das Trikot des VfL Gladbeck.
Bis zum Jahre 2011 trug Christopher Klasmann das Trikot des VfL Gladbeck.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
In Christopher Klasmann könnte ausgerechnet ein ehemaliger Spieler des VfL Gladbeck die Rot-Weißen in die Westfalen-Oberliga schießen.

Gladbeck/Neuss..  Ausgerechnet ein ehemaliger Akteur des VfL Gladbeck könnte die Rot-Weißen am letzten Spieltag der Dritten Handball-Liga West in die Oberliga schießen. Im Aufgebot des Neusser HV, der am Samstag, 9. Mai, um 19 Uhr die akut abstiegsbedrohten Gladbecker empfängt, steht in Christopher Klasmann nämlich ein ausgewiesener Scharfschütze, der bis zum Jahr 2011 für den VfL in der Oberliga Westfalen aktiv war.

Klasmann, inzwischen 24 Jahre alt und in der zweiten Saison für Neuss am Ball, hat schon vor dem vergangenen Wochenende gegenüber handball-world.com betont, die beiden verbleibenden Spiele gewinnen zu wollen. „Ich denke“, so der Rückraum-Mann, „es wäre nicht fair den Mannschaften gegenüber, die noch um den Klassenerhalt kämpfen, wenn wir die beiden Spiele nicht so angehen wie die davor auch.“ Am vergangenen Wochenende in Wiesbaden trat der NHV so auf wie davor - und setzte sich beim Schlusslicht aus Hessen mit 33:31 durch. Klasmann erzielte dabei 7/2 Treffer - damit war er im bisherigen Saisonverlauf schon 183/52-mal erfolgreich. In der Torschützenliste der West-Staffel belegt er den fünften Rang.

In welch fantastischer Form Christopher Klasmann ist, zeigte unlängst die Partie des Neusser HV bei der Zweitvertretung der HSG Handball Lemgo. Der Ex-Gladbecker erzielte beim 37:37, mit dem seine Mannschaft den Klassenerhalt vorzeitig unter Dach und Fach brachte, sage und schreibe 20 Treffer! Rene Witte, Trainer des NHV, sprach vom „Spiel seines Lebens“. Klasmann blieb bescheiden. „Ich habe“, so wird der Torjäger auf handball-world.com zitiert, „in diesem Spiel schon einen sehr guten Tag erwischt, aber man ist ja auch immer abhängig von seinen Mitspielern. Ich denke, dass die Vorarbeit der meisten Tore einfach so gut war, dass ich von neun Metern werfen konnte.“ Den im Handball traditionell kostenpflichtigen 30. Treffer erzielte Klasmann in Lemgo übrigens nicht. Ungeachtet dessen wollte er sich nicht lumpen lassen: „Einen Kasten alkoholfreies Bier wird es von mir geben.“

Für den VfL Gladbeck war Christopher Klasmann schon in der Jugend aktiv. Er schaffte danach auf Anhieb den Sprung in die erste Mannschaft, die seinerzeit in der Oberliga Westfalen um Punkte kämpfte. Unmittelbar vor der Saison 2011/2012 kehrte der Scharfschütze den Rot-Weißen jedoch den Rücken - trotz eines gültigen Vertrags. Er kehrte zu seinem Heimatverein SV Westerholt zurück. Siegbert Busch, Vorsitzender des VfL Gladbeck, sagte damals: „Wir hätten Christopher gerne behalten.“