Preußen Gladbeck verkauft sich teuer

Koder Saados (2. v. li.) Tackling in der 61. Minute wertete der Schiedsrichter als Foulspiel des Kapitäns der Preußen und gab Elfmeter. Westfalia Gemen ging in Führung und siegte am Ende mit 3:0.
Koder Saados (2. v. li.) Tackling in der 61. Minute wertete der Schiedsrichter als Foulspiel des Kapitäns der Preußen und gab Elfmeter. Westfalia Gemen ging in Führung und siegte am Ende mit 3:0.
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Was wir bereits wissen
In der Fußball-Bezirksliga kassierte SG Preußen Gladbeck gegen den Tabellenzweiten Westfalia Gemen eine 0:3 (0:0)-Niederlage.

Gladbeck..  Im Heimspiel gegen den Tabellenzweiten Westfalia Gemen musste Preußen-Trainer André Marcussen seine Mannschaft umbauen: Dennis Wagner fehlte nach der Ampelkarte in der Vorwoche gesperrt, Kevin Klein saß mit Oberschenkelproblemen zunächst auf der Bank und Regisseur André Becker war ebenso nicht mit von der Partie. Im Sturm feierte somit Patrick Ratzke sein Startelfdebüt für den Bezirksligisten und aus der zweiten Mannschaft sprang Marcel Skerra noch in die Anfangsformation. Nach über 90 Minuten ließ sich feststellen: Die Preußen verkauften sich lange teuer, gingen aber beim 0:3 (0:0) einmal mehr leer aus.

SG Preußen Gladbeck -
Westfalia Gemen 0:3 (0:0)

SG Preußen Gladbeck: Dörnemann, Saado, El Aidi, Fakhro (80. D. Rühr), Hilz (46. Saadou), D. Becker, Goronczy, Ratzke, Schulz, Skerra (68. Klein), Yagli.

Tore: 0:1 (62.), 0:2 (85.), 0:3 (89.).

Dörnemann hält das 0:0 zur Pause

Besonders in Durchgang eins zeigten die Hausherren eine engagierte Leistung. Zwar beherrschte die Westfalia das Mittelfeld und war optisch überlegen, doch zwingend wurde es zunächst nicht. Abtasten, hüben wie drüben, und viel Stückwerk gab es zu sehen. Es wurde Fußball gearbeitet. Mit der Zeit kämpfte sich der Gast immer mehr in die Partie. Die Preußen hatten nun immer mehr das Nachsehen. Ihrem Torwart Marcel Dörnemann hatten sie es zu verdanken, dass es torlos in die Kabine ging. Schmerzhaft mit dem Gesicht hielt der Keeper nach 44 Minuten einen satten Schuss eines Gemener Stürmers.

Zugegeben, es roch nicht nach einer Überraschung an diesem Montag an der Adenauer-Allee. Auch wenn sich die Schwarz-Gelben munter präsentierten und hier und da auch die gegnerische Abwehr prüften. Um einen „dicken Brocken“ aus der Bezirksliga zu besiegen, war das Gezeigte zu wenig.

Nach etwas mehr als 60 Minuten gerieten die Gladbecker durch einen Elfmeter auf die Verliererstraße. Kapitän Koder Saado spielte nach Meinung der Zuschauer und Trainer Marcussen im eigenen Strafraum den Ball, doch der Unparteiische zeigte auf den Punkt. Wohl allein für die Dummheit eines solchen Tacklings in der Gefahrenzone war der Pfiff jedoch nachvollziehbar. Der fällige Strafstoß ging an den Pfosten, doch per Abstauber gingen die Münsterländer in Führung (62.). Der zuvor eingewechselte Kevin Klein hatte noch die beste Chance zum Ausgleich, doch der ansonsten so treffsichere Gladbecker verpasste das Ziel knapp (79.). In der Schlussphase warfen die Hausherren alles nach vorne. Die Westfalia nutzte die Räume zur Entscheidung und erzielte noch zwei weitere Treffer (85., 89.).

Fazit: Die Preußen boten eine ordentliche Leistung, doch Westfalia Gemen war an diesem Nachmittag eine Nummer zu groß und auch zu clever.