Preußen Gladbeck: Ballermann statt Abstiegskampf

Der scheidende Preußen-Trainer Andre Marcussen  dürfte froh sein, wenn die Saison beendet ist.
Der scheidende Preußen-Trainer Andre Marcussen dürfte froh sein, wenn die Saison beendet ist.
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Was wir bereits wissen
SG Preußen Gladbeck empfängt in der Bezirksliga den SV Lippramsdorf. Die abstiegsbedrohten Gastgeber haben sich längst aufgegeben.

Gladbeck..  In der Fußball-Bezirksliga empfängt SG Preußen Gladbeck den SV Lippramsdorf. Wichtig scheint dieses Spiel von den Gastgebern aber eigentlich niemand zu nehmen.

Zwölf Punkte sind in der Bezirksliga noch zu vergeben, acht Zähler Rückstand trennen die Preußen vom rettenden Ufer. Auch wenn der Klassenerhalt rechnerisch noch möglich ist, glaubt daran keiner mehr. Der Vorsitzende Gerd Porsch hat schon aufgegeben, die Spieler haben ein Einstellungsproblem und Trainer André Marcussen ist nur noch genervt. Unter der Woche machte der Coach seinem Ärger Luft, sprach Vorstand und Mannschaft gleichermaßen die Kompetenz ab (die WAZ berichtete).

Wie es um die Preußen bestellt ist, zeigt der Kader, auf den Marcussen am Pfingstmontag zurückgreifen kann. „Elf Spieler habe ich, mehr nicht“, so der leidgeprüfte Trainer. Wie ist das zu erklären bei einem Bezirksligisten? Schließlich hatte Marcussen zu seinem Amtsantritt 20 Akteure auf dem Zettel, schließlich verfügt der Verein ja nicht nur über eine Seniorenmannschaft. Der eine oder andere Spieler ist verletzt, das sei normal. Für Mert Yagli z. Bsp. ist die Spielzeit nach seiner Handgelenksoperation gelaufen. Dennis Wagner ist gesperrt und Markus Hilz verhindert. „Weitere Spieler befinden sich auf Ballermann-Tour“, gibt Marcussen schmunzelnd und mit Galgenhumor zu Protokoll. „Ich bin froh, dass wir eine Mannschaft zusammenbekommen.“ Abstiegskampf? Geht auf jeden Fall anders, ganz anders!

Für das Heimspiel rechnet sich Marcussen deshalb wenig aus. „Lippramsdorf hat einen Lauf“, sagt der scheidende SGP-Coach mit Blick auf die letzten Ergebnisse des Teams aus Haltern. Die Aufstiegsaspiranten Viktoria Resse und Westfalia Gemen konnten geschlagen werden. Und auch die SSV aus Buer wurde besiegt. Marcussen: „Was bleibt uns übrig? Wir versuchen, die letzten Partien noch ordentlich über die Bühne zu bringen.“ Wenigstens einer, der dies versucht am Jahnplatz.

Anstoß: So., 15 Uhr, Konrad-Adenauer-Allee.