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Prädikat "Besonders wertvoll"

14.01.2008 | 11:06 Uhr
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VfL erwischt einen vielversprechenden Start ins Handball-Jahr. Marijo Samija steuert zum 36:32-Erfolg über die Ibbenbürener SV acht Treffer bei. Der Ex-Riemker avanciert zum Mann der wichtigen Tore

VfL Gladbeck Ibbenbürener SV 36:32 Halbzeit: 16:15.

Spielfilm: 4:1 (6.), 6:4 (11.), 8:8 (17.), 13:11 (24.), 16:15 (30.), 18:17 (32.), 23:17 (37.), 25:20 (41.), 27:22 (45.), 31:27 (51.), 31:30 (55.), 34:31 (58.), 36:32 (60.).

VfL Gladbeck: Tim Deffte, Andreas Tesch - Marcel Giesbert (3), Timo Marcinowski (10/3), Heiko Brandes (3), Sven Deffte (1/1), Marijo Samija (8), André Bergermann, Thorben Mollenhauer (2), Alexander Tesch (4), Jan Garschagen (5).

Zwei Minuten vor dem Ende erhoben sich die Zuschauer in der Riesener Halle von ihren Sitzen und spendeten stehende Ovationen. Kreisläufer Alexander Tesch hatte gerade das 34:31 erzielt und damit die letzten Zweifel am Erfolg des VfL über die Ibbenbürener SV beseitigt.

"Ich bin sehr zufrieden", sagte Siegbert Busch nach den 60 Minuten. Der Gladbecker Trainer lobte erst das Kollektiv ("Jeder Einzelne hat Siegeswille gezeigt") und hob dann einen Akteur hervor: "Marijo Samija hat heute sein bisher bestes Spiel für den VfL Gladbeck gemacht."

Acht Treffer steuerte Samija zum Sieg der Rothemden über Ibbenbüren bei, darunter einige ganz wichtige. So war der frühere Riemker Teutone zweimal in der Phase unmittelbar nach der Halbzeitpause erfolgreich, als die Gladbecker sich absetzen konnten. Und dann traf Samija zum 32:30 (45.) - ebenfalls ein Tor mit dem Prädikat "Besonders wertvoll".

Der Rückraumlinke hatte für seine gute Leistung eine ebenso einfache wie einleuchtende Erklärung parat. "Ich bin im Augenblick fit", so Samija. Was seit seinem Wechsel zum VfL im vergangenen Jahr kaum einmal der Fall gewesen war. Der 25-Jährige war am Wurfarm verletzt, am Sprunggelenk und hatte sich zu guter Letzt eine schmerzhafte Rippenblessur eingehandelt. "So viele Probleme", sagte Samija, "hatte ich in den ganzen Jahren in Riemke nicht." Und dort spielte der Rückraumlinke immerhin seit der B-Jugend.

Dass mit Samija zu rechnen ist, zeigte sich in der Begegnung mit Ibbenbüren bereits in der Anfangsphase. Nach sechs Minuten standen bereits drei Treffer für den ehemaligen Bochumer zu Buche. Verlief im Anschluss die erste Halbzeit noch mehr oder weniger ausgeglichen, erkämpfte und erspielte sich der VfL nach dem Seitenwechsel schnell einen komfortablen Vorsprung von fünf oder gar sechs Toren. Dank der Treffsicherheit von Samija, dank der Treffsicherheit von Timo Marcinowski, der hauptsächlich als Mittelmann zum Einsatz kam. Aber auch die viel gescholtene Gladbecker Abwehr trug ihr Scherflein zum Erfolg bei. "Wir haben zwar 32 Treffer kassiert", resümierte VfL-Trainer Busch, "doch trotzdem haben wir über weite Phasen des Spiels gut gedeckt." Dass es Mitte der zweiten Halbzeit noch einmal ein wenig brenzlig wurde, wollte der Übungsleiter nicht großartig thematisieren. Busch sprach lediglich von ein "paar Schönheitsfehlern".

Die sollte sich der VfL am nächsten Sonntag jedoch nicht leisten. Denn dann steht das Spiel beim Tabellenzweiten aus Soest auf dem Programm. Eine schwere Aufgabe, ganz bestimmt, aber keine unlösbare. "In dieser Liga kann jeder jeden schlagen", sagte Marijo Samija. HANDBALL REGIONALLIGA

Von Thomas Dieckhoff

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