Oberliga-Abstiegskampf - Zweckel wittert Morgenluft

Dennis Grüger im Tor des SV Zweckel hielt gegen Erkenschwick seinen Kasten bis zur Nachspielzeit sauber.
Dennis Grüger im Tor des SV Zweckel hielt gegen Erkenschwick seinen Kasten bis zur Nachspielzeit sauber.
Foto: Funke Foto Services
Der abstiegsbedrohte Fußball-Oberligist SV Zweckel wittert nach dem überraschenden 2:1-Heimerfolg über die SpVgg Erkenschwick Morgenluft.

Gladbeck.. Fußball-Oberligist SV Zweckel hat am Sonntag zumindest für ein paar Minuten den Abstiegsplatz verlassen. Die Gladbecker lagen gegen die SpVgg Erkenschwick in Führung, Westfalia Herne, der verbliebene Konkurrent des SVZ im Kampf um den Klassenerhalt, lief beim FC Gütersloh einem Rückstand hinterher. Am Ende feierte Herne jedoch noch einen Sieg. Und so blieben die Grün-Schwarzen trotz ihres 2:1-Erfolgs über Erkenschwick am Tabellenende kleben. Immerhin: Nach dem überraschenden Sieg wittert Zweckel Morgenluft.

Ferati trifft zweimal für Herne

„Wie kann man das noch vergeigen?“ Diese Frage stellte Heiko Bonan, Trainer des FC Gütersloh, nach der Heimpleite seiner Mannschaft gegen den Abstiegskandidaten aus Herne. Bonan, dessen Team die fünfte Niederlage in Folge kassierte, sprach von einer Krise. „Wenn wir jetzt gar nichts mehr holen, können wir freiwillig in die Westfalenliga absteigen“, so der FCG-Übungsleiter, dessen Formation die Herner eigentlich im Griff gehabt hatte. Zwei Freistöße und ein Konter reichten der Westfalia jedoch, um zu gewinnen.

Herne war durch Fatmir Ferati per Freistoß in Führung gegangen. Güterloh drehte das Spiel. Verantwortlich dafür waren Lars Beuckmann, der per Kopf traf, und Marc Birkenhake. Bis zur 77. Minute hatte das 2:1 Bestand. Es folgte ein weiterer verwandelter Ferati-Freistoß aus gut und gerne 25 Metern Distanz und ein Treffer durch Dennis Gumpert. Die Westfalia lag mit 3:2 in Führung und gab diese bis zum Schlusspfiff nicht mehr ab. Hernes Trainer Holger Wortmann freute sich natürlich über den Erfolg an ehemaliger Wirkungsstätte. Und zugleich wunderte er sich darüber, dass der FCG Ferati nicht auf dem Zettel hatte. „Fatmir“, so Wortmann, „ist einfach der beste Freistoß-Schütze in der Liga. Vielleicht war es hier nicht so bekannt. Für einige freut es mich besonders, dass wir hier in Gütersloh drei Punkte eingefahren haben.“ André Niermann, der Vorsitzende des FC, war dagegen stinksauer. Er meldete sich via Facebook: „Jetzt versauen diese angeblichen Regionalliga-Spieler auch noch den Urlaub. Danke.“

Rhynern tritt in Stadtlohn an

Während Westfalia Herne bereits am Donnerstag, 21. Mai, gegen den TuS Ennepetal sein Programm fortsetzt, absolviert der SV Zweckel seine nächste Aufgabe am 25. Mai. Die Gladbecker stellen sich am Pfingstmontag bei Westfalia Rhynern vor. In Hamm warten wiedererstarkte Gastgeber auf den SVZ. Die Form des neuen Tabellendritten bekam am vergangenen Spieltag die TSG Sprockhövel zu spüren, die zu Hause eine 1:5-Klatsche kassierte. Rhynerns Trainer Björn Mehnert war zufrieden mit der Vorstellung seiner Jungs: „An der zweiten Halbzeit gab es wenig auszusetzen.“ Seine Mannschaft, so Mehnert weiter, habe ihren Drive wiedergefunden.

Ehe die Ostwestfalen am Pfingstmontag den SV Zweckel empfangen, tragen sie am Donnerstag, 21. Mai, allerdings noch ein Nachholspiel beim SuS Stadtlohn aus.

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