Oben hui, unten pfui!

Das Derby zwischen SB Gladbeck und Adler Ellinghorst (rot) endete mit 2:1 für die Gäste aus Ellinghorst.
Das Derby zwischen SB Gladbeck und Adler Ellinghorst (rot) endete mit 2:1 für die Gäste aus Ellinghorst.
Foto: Funke Foto Services
Was wir bereits wissen
Licht und Schatten waren in den heimischen Vertretungen zu finden. Die Bilanz der Gladbecker B-Vertretungen.

1 Adler Ellinghorst: Meisterschaft! Was gibt es da schon zu bemängeln? Nach nur einem Jahr Abstinenz stiegen die Rothemden aus Ellinghorst wieder in die Kreisliga A auf. Die Bilanz auf dem Weg zum Titel war eindrucksvoll: 66 Punkte standen nach 30 Spielen zu Buche. 20 Mal verließ die Elf von Trainer Peter Zültzke das Feld als Sieger, sechs Punkteteilungen und vier Niederlagen gab es zu verkraften. Der Schlüssel zum Erfolg? Die stabile Defensive der Adleraner. Nur 32 Gegentore kassierte der Meister. 1,067 Mal musste Torhüter Rafael Schulz in der abgelaufenen Punkterunde pro Spiel im Schnitt hinter sich greifen. Fünf Mal allein gegen Rentfort III.

2 BV Rentfort III: Hut ab! Als Aufsteiger etablierte sich die Mannschaft von Daniel Griese auf Anhieb. Wäre da nicht der stotternde Saisonstart gewesen, wäre der direkte Durchmarsch möglich gewesen. Rang vier in der Endabrechnung durfte alle Beteiligten dennoch mächtig stolz machen. Ein absolutes Highlight war der 5:0-Derbysieg gegen Ellinghorst im Kröger Park. 88 erzielte Tore darüber hinaus der Schlüssel zum Erfolg. Das sind sogar drei Stück mehr als der Meister markierte. Im Schnitt durfte die Griese-Elf also 2,93 Mal jubeln.

Der Aufstieg – so munkelt die lokale Fußballszene – wird nun wohl in der kommenden Spielzeit angepeilt. „Pustekuchen“, sagt Griese. „Wenn wir noch einmal Tabellenvierter werden wäre das großartig.“

3 SB Gladbeck: Vor der Saison gab SB-Trainer Sascha Reimann den Aufstieg als Ziel aus. Lange und tapfer hielt sich seine Elf im oberen Drittel des Tableaus und musste erst im Saisonendspurt die Segel im Aufstiegsrennen streichen. Die Leistungen waren in der Regel zufriedenstellend - mehr aber nicht. Letztlich waren die vielen Punkteteilungen – acht an der Zahl - der Grund für ein weiteres Jahr in der Kreisliga A. Keine Mannschaft teilte sich häufiger die Punkte. 50 Zähler in der Summe bedeuteten Rang sechs. Wo man auch hinschaute im Gladbecker Süden: Mittelmaß! Die erzielten 75 Treffer sind gehoben wie solide, die kassierten 60 Tore in Ordnung. 14 „Dreier“ bedeuteten letztlich den Gewinn der goldene Ananas.

4 Wacker Gladbeck: „Wenn jemand am Boden liegt, tritt man nicht drauf“, sagt ein ungeschriebenes Gesetz. Doch der zweite Abstieg in Serie für Wacker Gladbeck war enttäuschend und peinlich zugleich. Durchweg war es einer verkorkste Saison in Butendorf. Mit Maik Sypitzki starteten die Schwarz-Gelben in die Saison, doch dieser scheiterte auf der ganzen Linie. Sein Nachfolger, der stellvertretende Vorsitzende Alexander Jagielski sprang nach Sypitzkis Rücktritt ein und rettete die Mannschaft irgendwie in die Winterpause. Es übernahm abermals Carlos Gomes, der jedoch den großen Crash nicht aufhalten konnte. Damit wurde fest gerechnet, doch das Unterfangen „Klassenerhalt“ war eine Nummer zu groß.