Nah an der deutschen Spitze
20.06.2007 | 09:03 Uhr 2007-06-20T09:03:24+0200...ist Sebastian Hermanski von GW Schultendorf dran. Zumindest bei der bis zur Bezirksliga. Bei den nationalen Vergleichen für untere Spielklassen landete der 29-Jährige unter den besten Acht
TISCHTENNIS DEUTSCHE MEISTERSCHAFTENDen Titel, den holte er nicht. Dennoch war Sebastian Hermanski von GW Schultendorf mit seiner Leistung bei den Deutschen Meisterschaften am vergangenen Wochenende für untere Spielklassen mehr als einverstanden.
Am Ende landete er zwischen den Plätzen fünf und acht. Genauer lässt sich die Platzierung des 29-jährigen Gladbeckers nicht ausmachen. Denn ausgekämpft wurden diese Ränge nicht mehr. Um die Leistung des Schultendorfers exakter zu beschreiben, hilft die Tatsache, dass im Viertelfinale Schluss war. Und um sie entsprechend zu würdigen bleibt die, dass er gegen den späteren Deutschen Meister ausschied. "Damit bin ich zufrieden", so Hermanski.
Vielleicht wäre mehr drin gewesen. Weil Hermanski sich in fünf Sätzen denkbar knapp dem Titelträger geschlagen musste, gibt es berechtigten Anlass für Spekulation. Einer Träne aber weinte Hermanski einem vermeintlichen Titelgewinn nicht hinterher.
Der Gladbecker hielt es olympisch. Dabei sein in Obertshausen (Kreis Offenbach) war dann doch eben alles. So trat Hermanski die Reise mit der Gewissheit an, niemanden an seinem Ziel zu kennen. Was sich spätestens nach diesem Wochenende erübrigt hatte. Zahlreiche neue Freundschaften hatte er geschlossen. Weitere Treffen in Form von Testspielen nicht ausgeschlossen. "Das Gesellige ist nicht zu kurz kommen", sagt Hermanski.
Das Sportliche auch nicht. Trotz aller Feierlichkeiten musste gespielt werden. Und zwar auf durchaus höchstem Niveau. Der Schultendorfer Akteur trat gegen weitere 31 Kontrahenten an. Alle zwar nur bis zur Bezirksliga spielberechtigt, dafür aber nicht minder schlechter. "Einige von ihnen gingen zuletzt sogar noch in der Regionalliga an den Start", weiß Hermanski.
Dass nicht jeder an diesem Turnier teilnehmen durfte, beweist allein folgendes: Um sich überhaupt mit der deutschen Spitzen in Obertshausen messen zu können, musste Sebastian Hermanski sich im Westdeutschen Tischtennisverband durchsetzen. Dieser besaß nur fünf Startplätze. Und da der WTTV aus fünf Bezirken besteht, wird jede weitere Rechnung überflüssig.
Um die Nummer eins im Bezirk zu ermitteln, ließ der Verband neben Hermanski die fünf besten Spieler in einer gesonderten Qualifikationsrunde antreten. Sebastian Hermanski wurde souverän Erster und sicherte sich nicht nur das Ticket, sondern auch wertvolle Ergebnisse für die bevorstehende Landesliga-Saison: "Die Ergebnisse machen Mut. So weit weg von den guten Spielern ist man nicht."
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