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Mennighüffen lauert überall

15.02.2012 | 16:08 Uhr
Mennighüffen lauert überall
Thorben Mollenhauer & der VfL Gladbeck haben über Karneval von Trainer Holger Krimphove frei bekommen. Foto: Fuhrmann

Am Wochenende ruht in der Handball-Oberliga der Spielbetrieb. Holger Krimphove, der Trainer des Spitzenreiters VfL Gladbeck, gönnt seinen Akteuren daher ein paar freie Tage.

Holger Krimphove, der Trainer des VfL Gladbeck, gönnt seinen Akteuren angesichts des ruhenden Spielbetriebs in der Handball-Oberliga am Wochenende ein paar freie Tage. „Das“, sagt der Übungsleiter, „haben die Jungs sich verdient, die Pause tut uns gut.“

Werden die Rot-Weißen, um im Rhythmus zu bleiben, vor der nächsten Meisterschaftspartie beim TuS 09 Möllbergen am Sonntag, 26. Februar, noch einen Test absolvieren? Krimphove schüttelt den Kopf und sagt: „Wir sind so gut drin.“

Ab Dienstag nächster Woche, also nach den närrischen Karnevalstagen, wird sich das Team laut VfL-Trainer „ganz normal“ auf die Begegnung mit dem Aufsteiger und Tabellenvorletzten aus Porta Westfalia vorbereiten. Vor dem TuS 09 Möllbergen, für den momentan 10:28-Punkte zu Buche stehen und der das Hinspiel in der Riesener Halle nur denkbar knapp mit 37:39 verlor, hat der Trainer des VfL übrigens einen „Heidenrespekt“. Und aus genau diesem Grund wird er sein Team auch an die Oberliga-Punkterunde ‘09/10 erinnern. Frei nach dem Motto: Mennighüffen lauert überall!

In besagter Saison erwischte der VfL Gladbeck ebenso einen Fehlstart wie in der laufenden Spielzeit. Damals - wie heute - kämpften sich die Rot-Weißen mit guten und zum Teil begeisternden Leistungen sowie positiven Ergebnissen wieder an die Tabellenspitze heran.

Ende März 2010 stand schließlich die Partie beim VfL Viktoria Mennighüffen auf dem Programm. Eine überaus gefährliche Konstellation: eine vergleichsweise lange Auswärtsfahrt zu einem Gegner, der um den Klassenerhalt kämpfte, und das an einem Sonntag. Erschwerend kam seinerzeit noch hinzu, dass etliche Gladbecker gesundheitlich angeschlagen waren. Der Ausgang dieser Geschichte ist bekannt: Die Rot-Weißen, die zuvor elf Partien hintereinander gewonnen hatten, erreichten im ostwestfälischen Löhne nicht ihr Leistungslimit und kassierten prompt eine 30:31-Niederlage.

Eine folgenschwere Pleite, weil diese zwei Zähler der Mannschaft um Krimphove in der Endabrechnung fehlten. Die HSE Hamm stieg in die Dritte Liga auf, der VfL musste sich als punktgleicher, aber im direkten Vergleich mit der HSE Hamm unterlegener „Meister der Herzen“ mit Tabellenplatz zwei begnügen.

Auch in Möllbergen müssen die Gladbecker, die zuletzt 14 Male hintereinander erfolgreich waren und die Tabelle mit vier Punkten Vorsprung vor Spenge anführen, am ungeliebten Sonntag antreten. Und wie am 28. März 2010 in Mennighüffen wartet nach einer langen Fahrt ein Kontrahent auf den VfL, der im Kampf gegen den drohenden Abstieg in die Verbandsliga jeden Zähler dringend braucht und auf der Platte entsprechend engagiert zur Sache gehen wird. „Wir werden“, ist sich Krimphove daher sicher, „eine gute Leistung brauchen, um in Möllbergen zu punkten.“

Thomas Dieckhoff

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