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Luxusleben ade

29.06.2012 | 18:12 Uhr
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Luxusleben ade
Ronja de Boer wechselt aus Emlichheim zu den Giants des TV Gladbeck. Foto: Heinrich Jung

Gladbeck.   Frauenvolleyball-Zweitligist TV Gladbeck meldet Zugang Nummer zwei: Diagonalspielerin Ronja de Boer, die zuletzt für den Ligarivalen SCU Emlichheim aktiv war, hat sich den Giants angeschlossen. Zuvor hatte der TVG die Niederländerin Maud van Koot verpflichtet.

Ein Telefonat zwischen Waldemar Zaleski, dem Übungsleiter des Frauenvolleyball-Zweitligisten TV Gladbeck, und der ehemaligen Emlichheimer Trainerin Danuta Brinkmann sowie ein Probetraining in der Artur-Schirrmacher-Halle genügten, um Ronja de Boer nach Gladbeck zu lotsen. Die 21 Jahre junge Diagonalspielerin war angetan vom TVG, die Verantwortlichen des TVG waren angetan von Ronja de Boer, die somit nach der Niederländerin Maud van Koot Zugang Nummer zwei der Giants für die Saison 2012/2013 ist.

„Ich fühle mich total wohl“, sagt Ronja de Boer, die in Schüttorf lebt und die in den vergangenen fünf Jahren im Zweitliga-Kader des Vorjahres-Tabellensechsten SCU Emlichheim stand. Was, wie sie betont, an der familiären Atmosphäre beim TVG liegt, die mit der in Emlichheim durchaus zu vergleichen sei.

Viel mehr Gemeinsamkeiten wird man indes kaum finden. Die Niedersachsen, die auch schon in der Ersten Liga vertreten waren, verfolgen eigentlich Jahr für Jahr ambitionierte Ziele und spielen wirtschaftlich in einer ganz anderen Liga als die Blauhemden aus dem Ruhrgebiet, die gerade einmal vor ihrer dritten Saison in der Zweiten Liga stehen. „In Emlichheim“, erinnert sich de Boer, „haben wir im Luxus gelebt.“

Ein Luxusleben kann der TVG seinen Spielerinnen nicht bieten. Was sich aber überhaupt nicht auf das Leistungsvermögen auszuwirken braucht, wie das Emlichheimer Team mit Ronja de Boer in drei von bisher vier in der Zweiten Liga absolvierten Begegnungen mit Gladbeck erfahren musste. Vor allem die Niederlagen gegen die Giants in der vergangenen Saison sind der Diagonalspielerin in schlechter Erinnerung geblieben: „In beiden Spielen waren wir deutlich unterlegen.“

Weil es in Emlichheim in der Punkterunde 2011/2012 nicht wie gewünscht lief, entschieden die Verantwortlichen des Vereins, einen Neuanfang zu wagen. Ronja de Boer musste weichen, wie auch viele andere Mitspielerinnen. Sie sprach mit der ebenfalls geschassten Trainerin Danuta Brinkmann, die wiederum telefonierte mit Giants-Coach Waldemar Zaleski. Und schon stand, überspitzt gesagt, Zugang Nummer zwei fest. In Ronja de Boer gewann der TV Gladbeck eine Spielerin, die noch jung ist (21 Jahre), ungeachtet dessen aber sehr erfahren (ein Jahr Regionalliga, fünf Jahre Zweite Bundesliga), und recht hoch gewachsen (1,88 m). Zudem bringt die ehemalige Emlichheimerin den Willen mit, sich selbst weiter zu entwickeln und mit der Mannschaft in der Zweiten Liga zu etablieren. „Die Klasse“, sagt Ronja de Boer, „ist zwar sehr viel stärker einzuschätzen als im vergangenen Jahr. Aber ich denke, wir sind eine gute Mannschaft und können uns im oberen Mittelfeld platzieren..“

Thomas Dieckhoff

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