Kowert hofft auf die Erfüllung seines Traums

Eishockey-Linienschiedsrichter Andreas Kowert hofft auf die Fortsetzung seiner Saison.
Eishockey-Linienschiedsrichter Andreas Kowert hofft auf die Fortsetzung seiner Saison.
Was wir bereits wissen
Der Eishockey Linienschiedsrichter aus Gladbeck Andreas Kowert leitete jüngst das Länderspiel zwischen Deutschland und Russland in Oberhausen.

Gladbeck..  Viele Spiele absolvierte Andreas Kowert in den vergangenen Tagen und Wochen. Der in Gladbeck heimisch gewordene Linienschiedsrichter kam in drei Halbfinalpartien der Deutschen Eishockey-Liga (DEL) zum Einsatz und, am vergangenen Sonntag, beim Länderspiel zwischen Deutschland und Weltmeister Russland (0:3) in Oberhausen. „Ich hoffe“, sagt Kowert, „zusammen mit meinem Partner Robert Schelewski, dass die Saison in der DEL noch nicht zu Ende gegangen ist.“

Am Freitag, 10. April, beginnt nämlich die Finalserie „Best of seven“ zwischen den Adler Mannheim und Ingolstadt Panther. Sollten Schelewski und Kowert berücksichtigt wären, wäre das, betont der Gladbecker, „die Erfüllung eines guten Traumes“. Und die Belohnung für eine Meisterschaftsrunde, in der die beiden Referees einmal mehr mit guten Leistungen zu überzeugen wussten. „Es wäre schön“, sagt Kowert, „wenn uns die Krönung einer solchen Saison mit einem weiteren Finalspiel ermöglicht wird.“ Einmal, vor fast genau drei Jahren, nämlich am 18. April 2012, leiteten die beiden ein Finalspiel – und zwar das zwischen den Adler Mannheim und den Berliner Eisbären.

Apropos gute Leistung – die zeigten die Unparteiischen Markus Schütz (Bayern), Markus Krawinkel (NRW), Joep Leermakers (Niederlande) und Kowert am Sonntag beim Länderspiel Deutschland gegen Russland in Oberhausen. „Wir vier“, berichtet Kowert, „haben nach Aussage des DEL-Schiedsrichterbeauftragten und DEB-Schiedsrichterausschussmitglieds Holger Gerstberger, der als Schiedsrichterbeobachter für das Spiel vor Ort war, einen klasse und vor allem einen fehlerfreien Job gemacht.“

Für Andreas Kowert war es das 78. internationale Pflichtspiel in seiner Schiedsrichterkarriere. Ungeachtet dessen war es für den ihn alles andere als Routine. „A-Länderspiele sind immer etwas Besonderes“, sagt Kowert, „vor allem, wenn man auf dem Eis die deutsche Nationalhymne hört und das Publikum diese mitsingt, bekommt man Gänsehaut.“ Kowert weiter: „Es war ein großartiges Gefühl, ein Länderspiel zur WM-Vorbereitung sozusagen, um die Ecke oder im eigenen Wohnzimmer, leiten zu dürfen.“

Der Linienschiedsrichter berichtet von 5372 begeisterten Zuschauern in der Arena Oberhausen und von einer super Stimmung. Kowert: „Bei der Eisflächenbegehung vor dem Spiel konnte ich schon Fans mit Trikots der Revierlöwen erkennen, die es ja leider nicht mehr gibt. Ein DEL- oder ein DEL2-Standort in Oberhausen würde der Region gut zu Gesicht stehen.“

Auf dem Eis beim Rekordspiel

Andreas Kowert stammt aus Gelsenkirchen und lebt seit 2006 in Gladbeck. Er spielte für die Schalker Haie Eishockey, infolge einer schweren Verletzung musste er seine aktive Karriere frühzeitig beenden und wurde Schiedsrichter. Mit Erfolg: Unter anderem kam er 2010 bei der A-Weltmeisterschaft in Deutschland zum Einsatz und in 2014 bei der U20-WM in Schweden. Kowert hat Champions-League-Erfahrung und um die 500 DEL-Partien auf dem Buckel. Im vergangenen Januar war er beim Winter Game der DEL aktiv – vor 51125 Zuschauern! Ein Rekordspiel, denn niemals zuvor kamen in Europa zu einem Ligaspiel mehr Fans als bei diesem in Düsseldorf.