Koraman will beim VfL Gladbeck wieder angreifen

Recep Koraman trägt in der neuen Saison nicht mehr das blaue Trikot des TV, sondern wieder das rote des VfL.
Recep Koraman trägt in der neuen Saison nicht mehr das blaue Trikot des TV, sondern wieder das rote des VfL.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Recep Koraman kehrt zur neuen Handball-Saison zum VfL Gladbeck zurück. Der 23-Jährige will bei den Rot-Weißen wieder richtig angreifen.

Gladbeck..  Ein alter Bekannter im Gladbecker Handball will neu durchstarten: Nach drei Schulter-Operationen und ersten Gehversuchen beim TV Gladbeck kehrt Recep Koraman zur nächsten Saison zum VfL Gladbeck zurück und verfolgt große Ziele. „So wie ich mich im Moment fühle, ist für mich klar: Ich kann wieder bei der ersten Mannschaft angreifen“, sagt der 23-Jährige.

Nach einer wahren Odyssee durch Arztpraxen war lange nicht klar, ob und in welcher Form Koraman auf die Platte zurückkehren würde. Dann die Überraschung: Das VfL-Eigengewächs verstärkte zu Beginn dieser Saison den TV Gladbeck in der Kreisliga, um seinen Rhythmus wieder zu finden. „Von Anfang an war klar, dass er nur für ein Jahr bleibt. Da hat er mit offenen Karten gespielt“, sagt TV-Coach Norbert Pröse, auch wenn er sich vom Zeitpunkt der endgültigen Entscheidung durchaus überrascht zeigte. Im Lager der Blau-Weißen hat man ganz sicher den einen oder anderen Versuch unternommen, Koraman doch noch umzustimmen, aber am Ende hatte der Youngster nur ein Ziel vor Augen: die Drittliga-Mannschaft des VfL. „Ich war beim TV, um zurück in die Spur zu finden. Ich wurde super aufgenommen und fühle mich hier auch wirklich wohl. Aber der Hauptgrund für meinen Wechsel ist, dass ich zurück in die Erste des VfL will“, so Koraman, der sich natürlich am liebsten mit dem Aufstieg in die Bezirksliga verabschieden würde.

Und auch beim TVG geht der Blick bereits wieder nach vorne. „Ich hoffe, dass er die Saison voll durchzieht. Recep hat große Qualitäten, aber wir können ihn im Team ersetzen“, so Norbert Pröse.

Wie sich Koramans Weg beim VfL gestalten wird, hängt natürlich auch von seinem Gesundheitszustand und nicht zuletzt von seinen Leistungen ab. So ungern der 23-Jährige das hört: Die wird er wohl zunächst in der Zweitvertretung bringen müssen. „Ich denke, dass der Anlauf über die Zweite gehen wird. Ich muss dem Trainer und dem Sportlichen Leiter zeigen, dass ich reif für den nächsten Schritt bin“, gesteht Koraman ein.

Egal in welcher Mannschaft, beim VfL ist man jedenfalls froh, das Eigengewächs zurück in den eigenen Reihen zu wissen. „Recep ist sehr spielintelligent. Er wird uns auf jeden Fall weiter bringen“, sagt Stefan Grochtdreis, Sportlicher Leiter der VfL-Zweitvertretung.