Konkurrenz des SV Zweckel schläft nicht

Fatlum Zaskoku (Mitte) wechselte in der Winterpause von Regionalligist Wattenscheid 09 zu Westfalia Herne.
Fatlum Zaskoku (Mitte) wechselte in der Winterpause von Regionalligist Wattenscheid 09 zu Westfalia Herne.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Die Konkurrenz des SV Zweckel hat, um im Abstiegskampf der Fußball-Oberliga, z. T. kräftig aufgerüstet. Schlusslicht Herne meldet etwas zehn Zugänge.

Gladbeck..  Mindestens sechs Mannschaften kämpfen in der westfälischen Fußball-Oberliga um den Klassenerhalt. Der SV Zweckel steckt nach 16 absolvierten Partien mit 13 Punkten auf der Habenseite als Tabellenvorletzter mitten im Abstiegssumpf und hat sich mit der Verpflichtung von Seyit Ersoy (Hammer SpVg) namhaft verstärkt. Aber die Konkurrenz hat auch nicht geschlafen, wie nachfolgender Überblick zeigt.

SC Westfalia Herne

Schlusslicht Westfalia Herne, das in den ersten 15 Spielen nur sechs Zähler holte, nutzte die Winterpause, um zu klotzen. Nicht weniger als zehn neue Spieler verpflichtete der Traditionsverein, darunter in Christian Luvuezo und Benjamin Karagülmez (beide VfB Hüls) zwei Akteure, die in der Vergangenheit auch schon das grüne Trikot des SV Zweckel trugen.

In Fatmir Ferati und Fatlum Zaskoku meldete der SC Westfalia zwei Zugänge vom West-Regionalligisten SG Wattenscheid 09. „Das“, sagte Hernes Trainer und Sportlicher Leiter Holger Wortmann über die beiden Wattenscheider Mittelfeldakteure zur Herner WAZ „sind genau die Spieler, die wir noch brauchten. Sie geben uns mit ihrer Qualität viel mehr Möglichkeiten.“ Man habe jetzt, so der Westfalia-Coach weiter, „einen ausgeglichenen Kader mit der nötigen fußballerischen Qualität, aber auch der richtigen Mentalität, um die Aufholjagd zu starten“.

TSG Sprockhövel

Die TSG Sprockhövel hat bereits 17 Spiele ausgetragen und 16 Punkte auf dem Konto. Trotz dieser schwachen Bilanz bleiben die Verantwortlichen am Baumhof ganz gelassen. Hektische Transferaktivitäten gab’s ebenso wenig wie eine Diskussion um Trainer Robert Wasilewski, der im Sommer den langjährigen Coach und früheren BVB-Profi Lothar Huber beerbt hat.

Einziger Winterzugang der TSG ist Max Claus. Der Stürmer, der vom Landesligisten Hedefspor Hattingen kam, soll Berkant Canbulut ersetzen, der künftig für Ligarivale Rot-Weißen Ahlen auflaufen wird. „Ich denke, dass wir es schaffen werden“, sagte Claus im Gespräch mit der Hattinger WAZ, „und ich will jetzt natürlich dabei helfen, dass es auch klappt.“

SuS Neuenkirchen

Die Münsterländer haben wie Sprockhövel 16 Zähler geholt, allerdings ist ihnen das in 16 Partien gelungen. Von Abstiegsangst ist in Neuenkirchen nichts zu spüren, in der Winterpause einigte sich der Klub mit Trainer Tobias Wehmschulte ebenso auf eine Vertragsverlängerung wie mit 14 Spielern aus dem aktuellen Kader. Noch nicht fündig geworden ist der Verein auf der Suche nach einen Ersatz für Kapitän Nico Haverkamp, der sich kurz vor Weihnachten im Training einen Kreuzbandriss zuzog und für den die Saison damit bereits beendet ist.

Hammer SpVg

In Hamm - der Klub belegt mit 16 Punkten aus 16 Spielen aktuell den 14. Rang - meldeten sie drei Ab- und fünf Zugänge. In Seyit Ersoy verließ unter anderem ein in der Regionalliga erprobter Stürmer den Traditionsverein, er schloss sich wie berichtet dem SV Zweckel an. Dafür verpflichtete der HSV in Danny Radke (Westfalia Herne), Djaniny Cleitson dos Santos Tavares (SV Hohenlimburg) und Roman Maciejak (vereinslos) gleich drei neue Angreifer. Bei dem Letztgenannten handelt es sich um einen ehemaligen U19-Nationalspieler Polens, der in seiner Heimat in der Zweiten Liga aktiv war. Der neue Torwart Dominik Sobanski stammt ebenfalls aus Polen, er war von 2009 bis 2012 sogar für Erstligisten im Einsatz. „In unserer Situation“, so HSV-Sportchef Achim Hickmann zum Westfälischen Anzeiger, muss man auch auf die Abstiegsränge achten.“

VfB Hüls

Der VfB Hüls startete furios in die Meisterschafsrunde, nach 16 Partien nimmt das Team jedoch mit 17 Punkte nur Rang 13 ein. In Sebastian Flossbach - er kam vom Westfalenligisten TSV Marl-Hüls - verpflichtete der Werksklub bislang nur einen Innenverteidiger. Außerdem schloss sich im Verlauf der Hinrunde Kadir Gökyar dem VfB an. Der defensive Mittelfeldmann war nach seinem Engagement beim West-Regionalligisten Schalke 04 II vereinslos und ist, so jedenfalls sagt es Engin Yavuzaslan, Sportlicher Leiter am Badeweiher zu Hüls, „einer der besten Sechser, den ich beim VfB bisher gesehen habe“.

Trainer Karsten Quante wählte in einem Interview, das auf der Homepage des Vereins nachzulesen ist, mit Blick auf die nächsten Wochen und Monate unmissverständlich klare Worte: „Es geht für uns alle nur darum, den VfB in der Oberliga zu halten. Persönliche Interessen oder gar Eitelkeiten haben da für alle im Moment keinen Platz. Das muss jeder begreifen.“