Kommt WM-Pokal nach Gladbeck?

Schwarz-Gelb Preußen möchte den FIFA-Weltpokal nach Gladbeck holen. Der Verein wird an der Aktion „Ehrenrunde“ teilnehmen, mit der der Deutsche Fußball-Bund (DFB) und seine Landesverbände die Arbeit der Fußball-Basis würdigen möchte. 63 Amateurvereine erhalten anlässlich dieser Kampagne die Gelegenheit, den im vergangenen Jahr in Brasilien gewonnenen WM-Pokal auf ihrem Vereinsgelände zu präsentieren.

Peter Mattern, 1. Geschäftsführer der Schwarz-Gelben, erklärte: „Um die Bewerbung eindrucksvoller zu gestalten, wird Preußen Gladbeck nur federführend auftreten, die Bewerbung aber im Namen aller Gladbecker Fußballvereine abgeben.“ Im Falle einer Zusage durch den DFB würden alle Vereine ein Kontingent an Tickets für den Besuch des WM-Pokals erhalten. Laut Mattern haben die Preußen schon Kontakt mit der Stadt Gladbeck aufgenommen.

Stadt stellt Marktplatz in Aussicht

Zunächst aber müssen die Schwarz-Gelben erst einmal mit ihrer Bewerbung bei den Verantwortlichen des Deutschen Fußball-Bundes landen. Es gilt, die folgenden drei Fragen möglichst kreativ zu beantworten: „Warum soll der FIFA-WM-Pokal unbedingt zu Euch kommen?“ „Was stellt Ihr auf die Beine, wenn der WM-Pokal zu Euch kommt?“ „Wie wählt Ihr die 2014 Personen aus, die ihr persönliches Foto mit dem WM-Pokal bekommen sollen?“

Ende April wird eine Jury die Entscheidung treffen, welche Vereine den „Pott“ in ihrer Stadt präsentieren möchten.

Eines steht schon fest: Sollten die Preußen tatsächlich zu den auserwählten 63 Klubs gehören, werden sie die Trophäe nicht auf dem Jahnplatz an der Konrad-Adenauer-Allee und auch auf keiner anderen Fußball-Anlage der Stadt präsentieren. „Unsere Platzanlagen“, so Peter Mattern, „wären für die Wünsche des DFB alle ungeeignet.“ Bei Zusage, so der Preußen-Geschäftsführer weiter, würde die Stadt den Marktplatz zur Verfügung stellen.

Der DFB möchte mit dieser Aktion die Unterstützung durch die Fußball-Basis würdigen, ohne die der Titelgewinn in Brasilien nicht möglich gewesen wäre. „Wir alle sind Weltmeister - das ist keine Floskel“, sagte DFB-Präsident Wolfgang Niersbach, der im vergangenen Oktober auf Einladung der Sparkasse noch zu Gast in Gladbeck gewesen ist. „Millionen Menschen in Deutschland haben am vierten Stern mitgearbeitet - an der Basis, im Amateurfußball. Hier liegen die Wiegen unserer Weltmeister. Der DFB möchte sich noch einmal genau bei diesen Menschen bedanken. Aus diesem Grund haben wir die ‘Ehrenrunde’ ins Leben gerufen, die vermitteln soll, dass ganz Fußball-Deutschland im vergangenen Jahr Weltmeister geworden ist.“

Die „Ehrenrunde“ macht in allen 21 DFB-Landesverbänden Station. Los geht’s am Dienstag, 26. Mai, am Deutschen Fußball-Museum in Dortmund, wo der FIFA-WM-Pokal schließlich auch seinen dauerhaften Aufenthaltort bekommen wird.

Im Anschluss wird der Cup, den die deutsche Nationalmannschaft bekanntlich in Rio de Janeiro durch einen 1:0-Erfolg über Argentinien gewann, im Rahmen einer Roadshow quer durch die Republik geschickt. „An jeder Station werden 2014 Vereinsmitglieder, Freunde oder Gäste eine hochemotionale Inszenierung erleben und über Fussball.de ihr ganz persönliches Foto mit dem WM-Pokal bekommen“, verspricht DFB-Mediendirektor Ralf Köttker. Ein Gladbecker hatte die Hand bereits am Pott - bekanntlich gehörte ja der Rentforter Junge Julian Draxler vom FC Schalke 04 zum erfolgreichen Aufgebot von Bundestrainer Joachim Löw.