In der Dritten Liga spitzt sich der Abstiegskampf zu

Andreas Tesch, Torwart des VfL Gladbeck, trifft nun auf seinen Ex-Verein Soester TV.
Andreas Tesch, Torwart des VfL Gladbeck, trifft nun auf seinen Ex-Verein Soester TV.
Foto: WAZ FotoPool
Was wir bereits wissen
Der Soester TV und der VfL Gummersbach II waren im Abstiegskampf der Dritten Handball-Liga die Gewinner des jüngsten Spieltages.

Gladbeck..  Mindestens sieben Mannschaften kämpfen in der Dritten Handball-Liga um den Klassenerhalt. Von diesen Teams gewannen am Wochenende zwei: Der VfL Gummersbach II (jetzt: 14. Tabellenplatz; 10:22-Punkte), der gegen den VfL Gladbeck (11.; 13:21) mit 32:30 gewann und dabei wie berichtet sechs Bundesliga-Profis aufbot, und der Soester TV (15.; 8:26), der im Kellerduell mit Schlusslicht HSG VfR/Eintracht Wiesbaden (16.; 4:26) einen 32:31-Erfolg feierte. Die Soester stellen sich nun am Samstag, 24. Januar, um 19.30 Uhr in Gladbeck vor.

Für Wiesbaden sieht es düster aus

Der „Soester Anzeiger“ fasste den Handball-Krimi des STV gegen Wiesbaden stenoartig so zusammen: „Nervenkitzel in den Schlussminuten, eine starke Leistung, ein überragender Voss-Fels, ein glänzender Jostes und Matchwinner Dirk Hartmann bringen dem STV zwei wichtige Punkte! Verdienter und knapper Sieg gegen das Tabellenschlusslicht Wiesbaden!“ Torben Voss-Fels war mit 14/3 Treffern bester Schütze, Schlussmann Markus Jostes avancierte zum Rückhalt der Soester. Den entscheidenden Treffer erzielte Dirk Hartmann 24 Sekunden vor dem Ende.

Für den Tabellenletzten aus Wiesbaden sieht es dagegen nun ziemlich düster aus. Aufgeben wollen sich die Hessen aber nicht. „Solange rechnerisch noch etwas drin ist, werden wir um jeden Zentimeter kämpfen. Und jedes Spiel muss erst einmal gespielt werden“, sagte HSG-Akteur Luis Garbo dem „Wiesbadener Kurier“.

Viel Pech beklagt in diesen Tagen die SG OSC Löwen Duisburg (13.; 11:25). Das Team verlor in Kevin Christopher Brüren (schwer verletzt) und Felix Handschke, der über Nacht nach Neuss gewechselt war, zwei Leistungsträger. Und nun kassierten sie auch noch ein unglückliches 24:25 bei der HSG Krefeld. Dabei hatten die Löwen drei Minuten vor dem Ende noch mit 24:23 geführt. Derweil sucht Duisburg nach Personal. „Der Markt ist leer“, sagte des SG-Boss Klaus Schuppert. Laut Duisburger WAZ erwägen die Löwen nun, einen Spielervermittler einzusetzen.

Chancenlos war der Neusser HV (12.; 12:22) in Minden. Obwohl die Gastgeber mit Ausnahme von Artjom Antonevich und Jannik Jungmann auf ihre zuletzt in Gladbeck aufgebotenen Profis verzichtet hatten, setzten sie sich mit 35:23 (18:9) durch. NHV-Trainer René Witte sagte zur „Rheinischen Post“: „Eigentlich wollten wir auf dem guten Spiel gegen Leichlingen aufbauen, aber das war mutlos. Wir haben nicht die richtige Einstellung zum Spiel gefunden. Ich will der Mannschaft nicht den Willen absprechen. Sie wollte, aber sie konnte nicht.“