Hausgemachte Probleme!

Darf man das erste Halbjahr des Aufsteigers Preußen Gladbeck in der Bezirksliga als Misere bezeichnen? Ja! Und die Probleme waren von Beginn an hausgemacht. Da dürfen sich Vorstand, Trainer und Spieler gleichermaßen an die eigene Nase fassen. Die Verpflichtung von Juan Perez - bei aller persönlichen Wertschätzung - stellte sich mit dessen Rücktritt nach drei Spieltagen als absolute Farce und Nackenschlag für die Vereinsführung heraus. Die Bilanz als Coach von Perez bei Adler Ellinghorst beschränkte sich auf zwei Abstiege in zwei Jahren. SGP-Vorsitzender Gerd Porsch hätte von vornherein auf einen Bezirksliga-erfahrenen Mann an der Seitenlinie setzen müssen.

Selten hielt eine Mannschaft ihr Glück so sehr in den eigenen Händen. Nein, der 15. Tabellenrang ist nicht das Resultat starker Gegner. Der Abstiegskampf ist die Konsequenz fehlender Einstellung. „Aufwachen!“, möchte man den Kollegen Klein, Becker und Wagner zurufen. Denn gerade an diesem Trio wird es hängen, ob es noch ein weiteres Jahr Bezirksliga am Jahnplatz gibt. Ohne Zweifel: In den guten Partien waren die drei Offensivkräfte eine Bank und zeigten ihre Qualität. Doch zu häufig versteckten sie sich auch. Trainer André Marcussen darf und wird mehr von ihnen verlangen.