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Hacks wird zweimal Zweite

14.02.2012 | 17:03 Uhr
Hacks wird zweimal Zweite
Die Gladbeckerin Ramona Hacks sicherte sich in Gera zwei Deutsche Vize-Meistertitel. Foto: privat

Gladbeck.   Mit zwei Silbermedaillen im Gepäck kehrte Badminton-Nationalspielerin Ramona Hacks jüngst von den Deutschen Jugendmeisterschaften aus dem thüringischen Gera zurück und bewies, dass sie auch bei den unter Neunzehnjährigen zu den Besten Deutschlands zählt.

Mit zwei Silbermedaillen im Gepäck kehrte Badminton-Nationalspielerin Ramona Hacks jüngst von den Deutschen Jugendmeisterschaften aus dem thüringischen Gera zurück. Ein Jahr, nachdem die gebürtige Gladbeckerin, die im Badminton-Vollinternat in Mülheim an der Ruhr wohnt, am unmittelbar daneben gelegenen Badminton-Spitzensportzentrum trainiert und in der Stadt am Fluss auch die Schule besucht, die Goldmedaille im Mädcheneinzel der Altersklasse U17 gewonnen hatte, bewies Ramona Hacks nun, dass sie auch bei den unter Neunzehnjährigen zu den Besten Deutschlands zählt. Die Regionalligaspielerin von der SpVgg. Sterkrade-Nord erreichte sowohl im Dameneinzel als auch im Mixed das Endspiel, hinzu kam ein Viertelfinaleinzug im Damendoppel.

Ehrgeizig wie die Gymnasiastin ist, war die 17-Jährige dennoch nicht uneingeschränkt glücklich mit ihrem Abschneiden: „Mit dem Dameneinzel bin ich nicht ganz so zufrieden, das ist ein bisschen blöd gelaufen. Im ersten Satz habe ich meine Leistung gebracht und bin richtig gutes Tempo gegangen. Leider konnte ich das in den folgenden Sätzen nicht halten“, urteilte Ramona Hacks über ihre 21:11, 19:21, 11:21-Niederlage gegen ihre an Position zwei notierte Nationalmannschaftskollegin Anika Dörr (SV Fun-Ball Dortelweil/Hessen). „Ramona und Anika spielen in etwa auf einem Niveau, da entscheidet dann oftmals die Tagesform“, versicherte Holger Hasse, Bundestrainer Jugend im Deutschen Badminton-Verband (DBV).

Schon 2011 hatten die beiden Damen bei den nationalen Titelkämpfen das Finale im Einzel bestritten – damals, in U17, mit dem glücklicheren Ende für die Gladbeckerin. „Es ist aus meiner Sicht nicht das Wichtigste, wer Deutscher Meister wird, sondern wer sich langfristig gut weiterentwickelt. Und da planen wir sowohl mit Ramona als auch mit Anika“, ergänzte Hasse.

Riesig war dagegen Hacks Freude über den „Coup“ im Mixed: Als vollkommen unerfahrene Paarung zogen Ramona Hacks und Mark Byerly (TV Refrath) ins Finale ein. „Das war so cool, damit haben wir gar nicht gerechnet. Nachdem wir die Auslosung gesehen hatten, war unser Ziel das Halbfinale. Da wollten wir einfach nur ein gutes Spiel machen. Doch dann haben wir das Ding sogar geholt. Und das Finale war echt mega-eng, es hätte auch anders ausgehen können“, berichtete die junge Hacks. Dabei tritt die 17-Jährige normalerweise nur im Training im Gemischten Doppel an.

Entsprechend groß fiel das Lob des Jugend-Bundestrainers Hasser für die Nachwuchs-Asse aus: „Das war eine absolute Überraschung. Ramona spielt fast nie Mixed, Mark hat erst kürzlich damit angefangen. Das ist ein toller Erfolg für die beiden und wiegt für Ramona das verlorene Finale im Dameneinzel auf. Ich glaube, sie hatte viel Spaß dabei“, so Hasse.

Im Endspiel war es übrigens einmal mehr Anika Dörr, die Ramona Hacks den Titelgewinn verwehrte: Gemeinsam mit ihrem Vereinskollegen Kai Schäfer bezwang sie das Duo Byerly/Hacks mit 21:19, 18:21, 21:18. Das Finale hatten Ramona Hacks und ihr Spielpartner durch drei Zwei-Satz-Erfolge erreicht. In der Vorschlussrunde warfen sie sogar die an Nummer eins gesetzte Paarung Mark Lamsfuß/Annika Horbach (beide 1. BC Wipperfeld) mit 21:14, 21:18 aus dem Turnier.

Überhaupt musste sich Ramona Hacks bei insgesamt drei Aufeinandertreffen mit der favorisierten Annika Horbach nur im Damendoppel geschlagen geben: An der Seite von Nina Krebs (TB Rheinhausen) unterlag sie im Viertelfinale Horbach und Hannah Pohl (1. BC Beuel) mit 18:21, 12:21.

Claudia Pauli

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