Grippewelle bei den Giants
19.11.2009 | 22:35 Uhr 2009-11-19T22:35:00+0100
Gladbeck. „Meine Mannschaft ist zurzeit definitiv nicht spielfähig”, sagt Waldemar Zaleski, Trainer des Frauenvolleyball-Zweitligisten TV Gladbeck Giants. Hintergrund: Neun Spielerinnen und der Trainer, Betreuer und Fans sind nach der gemeinsam Bus-Rückfahrt aus Langenhagen an Grippe erkrankt.
Darunter befindet sich ein bestätigter Fall von Schweinegrippe. Dennoch: Die Deutsche Volleyball Liga (DVL) lehnt eine Verlegung der Partie beim Kieler TV kategorisch ab.
Die Begründung lieferte dem TV Gladbeck am gestrigen Donnerstag Bundesspielwart Werner Schaus: „Im Ordnungswerk der Deutschen Volleyball-Liga sind Spielverlegungen aus Krankheits- oder Verletzungsgründen nicht verankert.”
Ärztliche
Bescheinigung
Das Team des TV Gladbeck Giants bestand zu Saisonbeginn laut Mannschaftsmeldeliste aus 14 Spielerinnen. Eine, Uta Ferling, hat den Klub inzwischen verlassen, neun waren - Stand Donnerstag, 19. November - arbeitsunfähig an einer Grippe erkrankt. Die verbliebenen vier Spielerinnen sollen laut DVL mit Spielerinnen aus den unteren Mannschaften des TVG am Samstag in Kiel antreten. Das Lizenzstatut ermögliche es, so Schaus, „Spieler aus unteren Mannschaften einzusetzen, ohne dass diese sich bei dem ersten Einsatz fest spielen”.
Seinem Antrag auf Verlegung der Partie legte der TV Gladbeck eine ärztliche Bescheinigung bei. Darin heißt es: „Es ist zu empfehlen, den Spiel- und Trainingsbetrieb vom Symptombeginn des Trainers und der erkrankten Mannschaftsmitglieder (15. 11. 09) an für 10 Tage bis zum 25. 11. 09 einzustellen.” Es könne nicht ausgeschlossen werden, „dass die symptom freien Spielerinnen sich auch angesteckt haben und Virusträger sind”. Und weiter: „Es besteht eine erhebliche Ansteckungsgefahr durch die betroffenen Spielerinnen und der Kontaktpersonen des TV Gladbeck.”
Nachdem die DVL den Antrag auf Spielverlegung abgelehnt hatte, traf sich der geschäftsführende Abteilungsvorstand des TVG am späten Donnerstagabend zu einer Krisensitzung. „Wir fühlen uns wie in einem falschen Film”, gab Giants-Geschäftsführer Andreas Packeisen die Stimmung der Verantwortlichen wieder. Entschieden wurde, den Trainingsbetrieb aller 16 Mannschaften bis Mitte nächster Woche einzustellen.
Spielen werden die Teams des TV Gladbeck, die auf der Ebene des westdeutschen Verbandes aktiv sind, am Wochenende übrigens nicht. Das hat Fritz Hacke, der Regionalspielwart West, so angeordnet, nachdem er von der Grippewelle bei den Giants in Kenntnis gesetzt wurde. Hacke wörtlich: „Aufgrund der vorliegenden ärztlichen Bescheinigung geht von den Aktiven des TV Gladbeck eine erhebliche Ansteckungsgefahr durch die neue Grippe H1N1 (Schweinegrippe) aus.” Der Regionalspielwart schickte dieses Schreiben auch an den Bundesspielwart Schaus, an die DVL in Berlin und an die Geschäftsstelle des Westdeutschen Volleyball-Verbandes.
Der TV Gladbeck wird sich am heutigen Freitag nochmals mit der DVL und mit dem Gastgeber Kieler TV in Verbindung setzen. Sollten die Giants nicht antreten, sind die Punkte futsch. Außerdem droht eine Geldstrafe von bis zu 2000 Euro.
14:30
das Potential könnte reichen und für nicht gesetzte Sportler eine Chance bieten.
Oder sollen wir es liebe mit Humor nehmen?
Ein Bär, ein Löwe und ein Schwein treffen sich.
Der Bär sagt: Wenn ich brülle, zittert der ganze Wald vor Angst.
Der Löwe sagt: Wenn ich brülle, zittert der ganze Dschungel vor Angst.
Darauf das Schwein: Ha, ich brauche nur zu husten und der ganze Planet scheißt sich in die Hose!
13:18
Ja und wenn Du richtig liest dann weisst Du auch was zukünftig dann passiert wenn bei einem Verein 2 Leistungsträger ausfallen ... dann sind urplötzlich 3 -4 weitere Akteure krankheitsbedingt nicht spielfähig!
Solche Regeln haben ihren Sinn auch wenn sie für die Betroffenen in dem Fall die Giants nicht grade angenehm sind - in einem anderen Fall würden sie vielleicht profitieren. So ist das im Sport nunmal ...
12:10
falls ich das nicht richtig gelesen haben sollte ?
es fehlen doch wohl 9 Spieler von 14 , oder !
Das ist doch wohl ein sogen. Ausnahmefall ;
da muss man nicht ständig ändern ???? !!!!!!
einmal reicht allemal !
aber mich pers. juckts nicht weiter;
ich finds einfach nicht in Ordnung ;
11:44
Wenn man nun krankheitsbedingt jedes Spiel verlegen kann dann möchte ich nicht wissen wie viele Mansnchaftsärzte auf einmal halbe Teams krank schreiben nur weil 1 wichtiger Akteur ausfällt oder dem Trainer der Zeitpunkt des Spiels nicht passt.
Sicher ist die Schweinegrippe nicht alltäglich aber Viruserkrankungen, wie auch die normale Grippe, treten halt immer wieder auf und wieso sollte man da extra Regelungen treffen ... dann hört man mit dem Ändern von Satzungen usw. nicht mehr auf.
In anderen Sportarten wird so etwas noch nicht mal debattiert ... das es hier als grosse Unsitte dargestellt wird das man einer Verlegung bzw. Änderung nicht zustimmt, kann wohl nur mit dem berühmten letzten Strohhalm begründet werden.
08:23
ist ja nan doller Bundesverband
der auf außergewöhnliche Ereignisse
auf die Satzung - dringend - verweist !
Ironie Ende;
Es gäbe doch die Möglichkeit einer außergwöhnlichen Sitzung o.ä.
um die Satzung kurzfirstig zu ändern ?
Auf jeden Fall: wo ein Wille ist ist auch ein Weg
( Frage : wie alt sind denn wichtigen Funktionäre,dass sie so unbeweglich sind ?)