Giants im Dauerstress - Krefting: Locker bleiben
03.02.2010 | 17:21 Uhr 2010-02-03T17:21:00+0100
Gladbeck.Es geht weiter, immer weiter. Gerade erst haben die Zweitliga-Volleyballerinnen des TV Gladbeck in Emlichheim überraschend gewonnen, da steht für die abstiegsbedrohten Giants des TV schon wieder das nächste Endspiel auf dem Programm.
Der 1. VC Norderstedt stellt sich am Samstag (6. Februar, 19.30 Uhr) in der Artur-Schirrmacher-Halle vor. Der Viertletzte der Tabelle also, der acht Zähler auf der Habenseite hat und damit nur zwei mehr als die Gladbeckerinnen.
Wie belastend ist das eigentlich, Woche für Woche eine Art Finale bestreiten zu müssen? „Man darf darüber gar nicht so viel nachdenken“, sagt Stefanie Krefting. Die Zuspielerin der Giants wusste in den vergangenen Wochen mit guten Leistungen zu überzeugen und steht damit beispielhaft für das gesamte Team, das sich zuletzt deutlich stabiler, besser und erfolgreicher präsentierte als in der vermaledeiten Hinrunde. Wichtig sei, so die 26-Jährige, die seit 2003 für den TVG aktiv ist, nicht zu verkrampfen.
„Wir müssen versuchen, locker aufzuspielen“, sagt Stefanie Krefting nicht nur mit Blick auf die nächste Aufgabe gegen Norderstedt. Insgesamt sieben Partien stehen noch auf dem Programm der Giants - und Stefanie Krefting ist überzeugt davon, dass das Team die Klasse halten wird. „Wir schaffen das auf jeden Fall“, sagt sie und klingt dabei sehr zuversichtlich. „Wir haben sechs Punkte auf dem Konto“, so die frühere Akteurin des STV Hünxe, „weitere sechs würden wir gerne noch holen. Das sollte dann reichen.“
Zwischenzeitlich lief es alles andere als gut bei den Gladbeckerinnen. Es setzte Wochenende für Wochenende Niederlagen, dann schlug auch noch die Schweinegrippe zu und setzte den Großteil des Teams inklusive Trainer Waldemar Zaleski außer Gefecht. Aber selbst in dieser bitteren Phase gab es keine Selbstzweifel, betont Stefanie Krefting. „Wir wissen, dass wir es definitiv draufhaben“, sagt die Frau, deren blaues Trikot die Nummer drei trägt. Und: „Vom Spielerischen sind viele Mannschaften nicht sehr viel besser, von Leverkusen oder Münster einmal abgesehen.“
Dass sie es draufhaben, bewiesen die Giants am vergangenen Wochenende beim 3:1 über Emlichheim. Dabei stand auch diese Partie zunächst unter keinem guten Stern. Den ersten Durchgang mussten die Gladbeckerinnen nämlich abgeben, obwohl sie zwischendurch einen Satzball hatten. 27:29, ein bitteres Ergebnis aus Sicht des TVG. Die Giants kämpften aber weiter, die Giants spielten weiter - und wurden für ihr unermüdliches Engagement belohnt. Das Team sei, so Stefanie Krefting, in Emlichheim stimmungsmäßig gefestigt gewesen. Sie habe - Satzverlust hin, Satzverlust her - gespürt: „Joh, das kann heute was werden.“ Es wurde was, weil auch Stefanie Krefting im Emlichheim überzeugend aufspielte. So überzeugend, dass Trainer Waldemar Zaleski voll des Lobes war. „Sie wird von Spiel zu Spiel sicherer“, so der Coach über seine Nummer drei, „es ist erstaunlich, wie gut sich Steffi in den letzten Wochen und Monaten entwickelt hat.“
Am Samstag nun, da sollte es wieder was werden für die Giants. Schließlich steht ein Spieltag an, an dem es im unteren Feld der Tabelle Bewegung geben könnte. Denn neben dem Spiel des TVG (sechs Pluspunkte), der den Viertletzten aus Norderstedt (acht Punkte) empfängt, kommt es zum Vergleich zwischen Schlusslicht FT Adler Kiel (zwei Punkte) und dem 1. VC Parchim (sechs Punkte). Die Gladbecker Parole sollte, frei nach Steffi Kreftig, lauten: Immer schön locker bleiben.
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