Giants feiern ersten Saisonsieg
15.11.2009 | 17:10 Uhr 2009-11-15T17:10:00+0100
Gladbeck. Die Volleyballerinnen der Giants haben ihre Negativserie in der Zweiten Bundesliga beendet. In Langenhagen gewannen die Gladbeckerinnen mit 3:1.
SC Langenhagen - TV Gladbeck Giants 1:3 (18:25, 20:25, 25:20, 20:25).
TV: Schepers, Gatzmanga, Krefting, Marschollek, Göke, Theis, Bordewicz, Strumpen, Hoppe, Friedrich, Kroos, Kerksick.
Und wieder flossen die Tränen bei den Giants. Wie schon in der vergangenen Woche. Nur diesmal: vor Freude - über den ersten Sieg in der 2. Liga.
Die Mannschaft, die gerade Mitaufsteiger Langenhagen in einem der kleinen Endspiele bezwungen hatte, tanzte wild auf dem Feld. „Eine emotional betonte Situation”, analysierte Giants-Chef-Trainer Waldemar Zaleski sachlich die TVG-Freudentraube vor dem Netz. Er hatte freilich noch keine Zeit für diesen, laut eigener Aussage, „Indianertanz”; er musste noch mit den Schiedsrichtern sprechen, weil diese nicht gerade ihren besten Tag erwischt hatten . . .
Schon im Bus war ie Stimmung prächtig
Ganz egal für die Giants. Sie waren von Anfang an die Frau im Haus in Hannover. Schon im Bus war die Stimmung prächtig. „Die Mädels waren gut drauf”, erkannte Zaleski. Keine Spur also von Verzagtheit, die der ein oder andere sicherlich erwartet hätte, nach der schmerzvollen Niederlage gegen Berlin.
Das Gladecker-Trainerteam hatte sich penibel vorbereitet: „Wir hatten eine gute Videoanalyse”, erklärte Zaleski. Die Ergebnisse bot er seiner Mannschaft an - und die setzte sie um. Besonders der Aufschlag setzte den Gastgeber unter Druck und verhinderte, dass der SCL richtig ins Spiel fand. Hierbei probierten die Giants etwas Neues: Co-Trainer Janusch Waldera machte vor jeder Angabe konspirativ Vorgaben, wo diese landen solle. Das klappte. Genauso wie das Blockabwehr-Verhalten. Dazu noch eine sehr gute, präzise Stefanie Krefting im Zuspiel. Das bedeutete zwei unangefochtene Sätze. Dass die Gäste den dritten Durchgang abgaben, „kann passieren, muss aber nicht unbedingt”, sagte Zaleski. Seiner Mannschaft fehlte nun die Konzentration in Annahme und Abwehr.
Eigenfehlerquote minimiert
Nachdem die Giants gegen Berlin vergangene Woche den Sieg fast schon greifen konnten, ließen sie sich gegen Langenhagen die zwei Punkte nicht mehr nehmen: „eine Formalität”, nannte der TV-Trainer den Siegessatz.
„Wir haben den Gegner gezwungen, so zu tanzen, wie wir das wollen", freute sich ein zufriedener Zaleski. So hatte er sich das wohl immer vorgestellt. Vor allem aber hatten er und seine Spielerinnen endlich ihre seit Wochen bloß liegende Achillesferse verarztet und die - das Wort allein klingt ja schon schmerzhaft - Eigenfehlerquote minimiert.
Es war letztlich nur ein Spiel, nur ein Sieg. Ob es der Befreiungsschlag werden kann, wird sich zeigen. Das weiß auch der Trainer noch nicht: „Die ganze Hinrunde ist eine Unbekannte.”
Dennoch, es muss ein gigantisches Durchatmen gewesen sein, eines, das man wahrscheinlich bis nach Gladbeck hörte: Endlich der erste Sieg, nach acht Niederlagen, Ohrfeigen, Rückschlägen. „Schalalalalaaa", stimmten die Spielerinnen völlig befreit auf der Rückfahrt im Bus an.
Für sie war es definitiv mehr als nur ein Sieg.
00:17
Eure Nachbarn,der SG Preußen Gladbeck, gratuliert Euch zum ersten Sieg.Wir hoffen,es werden noch weitere kommen.
18:53
Glückwunsch Mädels,
das habt ihr euch redlich verdient. Weiter so!