Fußballfrauen des VfL Gladbeck melden sich zurück

Die Fußballfrauen des VfL Gladbeck sind in die Kreisliga A aufgestiegen.
Die Fußballfrauen des VfL Gladbeck sind in die Kreisliga A aufgestiegen.
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Was wir bereits wissen
Die Fußballfrauen des VfL Gladbeck sind nach einjähriger Abstinenz in die Kreisliga A zurückgekehrt. Nun möchte sich das Team wieder etablieren.

Gladbeck..  Stilecht mit einer Treckerfahrt feierten die Fußballfrauen des VfL Gladbeck unlängst ihre Rückkehr in die Kreisliga A. „Das war unser Ziel“, sagt Manfred Krieger, der Trainer des Teams, das im Saisonverlauf 50 Punkte holte, dabei sage und schreibe 116 Tore erzielte und nur 36 kassierte. Der VfL landete auf Platz vier in einer Staffel mit Mannschaften aus den Kreisen Herne, Bochum und Gelsenkirchen.

25 Spielerinnen gehören zum Kader

Frauenfußball an der Basis - das ist nicht immer ein leichter Job. Nachzufragen bei Manfred Krieger, der in der vergangenen Meisterschaftsrunde beispielsweise ohne etatmäßige Torhüterin auskommen musste. „Das ist aber kein spezifisches VfL-Problem“, betont der Trainer und Leiter der Frauen- und Mädchenfußballabteilung. „Auch viele andere Vereine haben keine gelernte Torfrauen.“

Im Jahr der Frauenfußball-Weltmeisterschaft, in der viel über die deutsche Nationalmannschaft berichtet wurde und wird, werden sich doch Interessierte an der Enfieldstraße in Rentfort-Nord melden, die Fußball spielen und sich vielleicht sogar in den Kasten des VfL Gladbeck stellen wollen? Manfred Krieger schüttelt den Kopf: „Ich habe noch nie erlebt, dass sich bei uns jemand gemeldet hat, weil sie bei einer WM oder einer EM ein Frauenspiel im Fernsehen gesehen hat.“ Und Krieger ist schon lange im Geschäft, 26 Jahre, um genau zu sein, 15 davon bei den Adlern aus Ellinghorst und mittlerweile elf beim VfL Gladbeck. Was ihn aber nicht davon abhält, weiter nach einer gelernten Torfrau zu suchen, die auch gerne zwischen den Pfosten steht.

Ansonsten sind die Rot-Weißen momentan recht gut aufgestellt, sagt Krieger. Der Kader der Frauenmannschaft bestand in der vergangenen Saison aus immerhin 25 Aktiven. Der Trainer betont: „Alle bleiben, außerdem hat die eine oder andere Spielerin angefragt, ob sie zu uns wechseln kann.“ Hinzu kommen weit über 30 Mädchen, die in der kommenden Saison die U9- und U11-Mannschaft bilden werden. Darüber hinaus hat der VfL Gladbeck eine U17 für den Spielbetrieb gemeldet.

Training beginnt am 20. Juli

Die Sommerpause endet beim VfL Gladbeck für den frisch gebackenen A-Liga-Aufsteiger am 20. Juli. An diesem Montag wird Manfred Krieger „seine“ Damen zur ersten Übungseinheit bitten. Trainiert wird montags und mittwochs jeweils von 19.30 bis 21 Uhr.

Die Mädchenmannschaften nehmen etwas später, Mitte August, die Saisonvorbereitungen auf. Sie trainieren mittwochs und freitags von 17 bis 19 Uhr. „Spielerinnen für die Frauen- wie für die Mädchenmannschaften sind bei uns immer willkommen“, betont Krieger. Und: „Außerdem suchen wir aktuell noch eine Übungsleiterin oder einen Übungsleiter für die U17 und zudem noch einen Schiedsrichter.“

Wird sich der VfL Gladbeck mit seiner Frauenmannschaft wie in früheren Jahren wieder in der Kreisliga A etablieren können? Manfred Krieger quittiert diese Frage mit einem Nicken. Er blickt der neuen Punktspielrunde durchaus zuversichtlich entgegen. „Meine Mannschaft“, sagt er, „hat allemal das Potenzial, um die Klasse zu halten.“

Vor allem über jede Menge Offensivpower verfügt das Team, in erster Linie dank der beiden Torjägerinnen Johanna Labas und Dana Trzuskowsky. Die Angreiferinnen landeten in der vergangenen Spielzeit in der Top-10 der Torschützenliste. Labas belegte mit 39 Treffern Rang zwei und Trzuskowsky mit 18 den achten Rang. „Wir bevorzugen eine offensive Spielweise“, betont Manfred Krieger, der an der strategischen Ausrichtung seiner Mannschaft nichts ändern wird in der höheren Klasse.